Wenn Ihr Kind im Krankenhaus geboren ist, wird es vor der Entlassung untersucht. Bei Hausgeburten hilft Ihnen die Hebamme, damit ihr Baby rechtzeitig an allen Tests teilnehmen kann. Sie entscheiden in jedem Fall, welche erweiterten Tests zur Früherkennung von Krankheiten durchgeführt werden sollen. Solche Reihenuntersuchungen werden seit mehr als 50 Jahren in Deutschland angeboten und haben vielen Kindern das Leben gerettet. Denn je früher eine seltene Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen zur Behandlung. Mit einer einzigen Blutabnahme können im Labor heute schon 19 seltene Krankheiten gefunden werden. Allerdings nur in den ersten Lebenstagen! Je älter das Baby wird, desto unsicherer sind die Ergebnisse des Screenings. Deshalb empfehlen wir, mit der Untersuchung nicht zu warten. Nur eins von etwa 1300 Neugeborenen ist tatsächlich von einer seltenen Hormon- oder Stoffwechselstörung betroffen. Das Screening gibt jungen Eltern Gewissheit, dass ihr Kind die besten Voraussetzungen zum Aufwachsen hat. Oder dass es vom ersten Tag an die richtige Unterstützung durch Therapien und Medikamente bekommt.
Gute Planung.
Schon vor dem ersten Schrei
Wenn das Baby da ist, steht die Welt für junge Eltern Kopf. Am besten überlegen Sie schon vor der Geburt, welche Untersuchungen bei Ihrem Kind in den ersten Lebenstagen gemacht werden sollen. Lesen Sie sich rechtzeitig Merkblätter durch und sammeln Sie alle nötigen Infos. Übrigens: auch wenn Ihr Baby gleich nach der Geburt noch keine eigene Versichertenkarte hat – wenn Sie Mitglied der KNAPPSCHAFT sind, ist das Neugeborene vom ersten Moment an gut versorgt und bekommt alle Leistungen wie das Neugeborenenscreening ohne Zuzahlungen oder Vorkasse.
Und haben Sie schon nachgeschaut, wie es mit dem Mutterschaftsgeld aussieht? Oder wo Sie Rückbildungsgymnastik nach Schwangerschaft machen können? Oder wussten Sie, dass Sie nach der Schwangerschaft bis zu 10 Stunden von einem Rückbildungskurs durch die Krankenkasse bezahlt bekommen?