KNAPPSCHAFT - Freiwillige Mitgliedschaft bei der KNAPPSCHAFT

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Freiwillige Mitgliedschaft. In der Kranken- und Pflegeversicherung

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Die freiwillige Krankenversicherung ist vor allem für Selbstständige interessant. Aber auch andere Personengruppen profitieren von ihr. Denn sie sorgt dafür, dass alle Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung zu jeder Zeit abgesichert sind. Sie werden automatisch Mitglied der freiwilligen Krankenversicherung, wenn die Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet.

Das hat der Gesetzgeber so festgelegt, damit Ihr Krankenversicherungsschutz bestehen bleibt. Auch, wenn sich Ihr Versicherungsverhältnis gerade ändert. Zum Beispiel bei Aufnahme einer neuen Tätigkeit. Haben Sie mehrere Beschäftigungen und beenden nur eine, ist die freiwillige Versicherung nicht möglich. Solange eine versicherungspflichtige Beschäftigungs weiter besteht, bleiben Sie versicherungspflichtig.

Freiwillige Mitgliedschaft. Automatisch, ohne Antrag

Musterbild

Wenn Ihr bis­he­ri­ges Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis en­det, müs­sen Sie kei­ne Lücken Ih­res Kran­ken­ver­si­che­rungs­schut­zes be­fürch­ten.

Sie sind in jedem Fall abgesichert - die sogenannte Anschlussversicherung macht's möglich. Sie wird als freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung durchgeführt. Weil Sie automatisch eintritt, müssen Sie auch keine Vorversicherungszeit erfüllen. Ein Aufnahmeantrag ist ebenfalls nicht nötig.

Ver­läuft der Über­gang in Ihr neu­es Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis naht­los, ent­fällt für Sie die An­schluss­ver­si­che­rung.

Das gilt auch, wenn Sie sich anderweitig für Krankheitsfälle absichern. Wichtig dabei ist, dass Ihr neuer Krankenversicherungsschutz zumindest so umfangreich ist wie der einer gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können sich alternativ privat krankenversichern (Achtung: Eine private Zusatzversicherung reicht nicht aus!) oder Beihilfe mit einer ergänzenden Krankheitskostenversicherung beanspruchen.

Er­klä­ren Sie Sie in­ner­halb von 14 Ta­gen Ih­ren Aus­tritt, wenn Sie kei­ne An­schluss­ver­si­che­rung wün­schen.

Wir informieren Sie rechtzeitig über die Absicht, Ihre Anschlussversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung durchzuführen. Sollten Sie diese nicht benötigen, teilen Sie uns das schriftlich mit. Zusätzlich reichen Sie einen Nachweis über Ihre anderweitige Absicherung im Krankheitsfall ein. Übersenden Sie uns dazu beispielsweise die Bescheinigung Ihrer privaten Krankenversicherung.

Auf An­trag frei­wil­lig ver­si­chern kön­nen sich grund­sätz­lich:

  • Personen, die aus einer Versicherungspflicht in einem anderen EU- oder Abkommensstaat ausgeschieden sind
  • Neugeborene, die per Gesetz von der Familienversicherung ausgeschlossen sind und eine Vorversicherungszeit erfüllen
  • Personen, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen, in der sie wegen des Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei sind (dabei bleiben Beschäftigungen vor oder während der beruflichen Ausbildung im Inland unberücksichtigt)

    Beispiel:
    Ich bin bei einem großen Logistikunternehmen beschäftigt und verdiene 5.800 Euro im Monat. Damit liege ich über der Versicherungspflichtgrenze. Deshalb habe ich mich für eine freiwillige Krankenversicherung bei der KNAPPSCHAFT entschieden. Ich leiste Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von insgesamt 439,18 Euro im Monat. Das sind: 371,70 Euro zur freiwilligen Krankenversicherung und 67,48 Euro zur Pflegeversicherung.


  • schwerbehinderte Menschen (im Sinne des Sozialgesetzbuches - Neuntes Buch), wenn sie das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Vorversicherungszeit erfüllen
  • Arbeitnehmer, deren Mitgliedschaft durch eine Beschäftigung im Ausland oder bei einer zwischen-/überstaatlichen Organisation endete, wenn sie innerhalb von zwei Monaten nach Rückkehr in das Inland wieder eine Beschäftigung aufnehmen, in der sie versicherungsfrei oder geringfügig beschäftigt sind oder nach Beendigung ihrer Tätigkeit bei der zwischen-/überstaatlichen Organisation wieder eine Beschäftigung aufnehmen

Mehrfachbeschäftigte können sich nicht freiwillig versichern. Dazu zählen Mitglieder, die aus einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis ausscheiden, während eine weitere versicherungspflichtige Beschäftigungs fortläuft. Es besteht weiterhin Versicherungspflicht, solange mindestens eine dieser Beschäftigungen forgeführt wird.

Wie sich Ihr Beitrag zusammensetzt und was Sie für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen? Alle Informationen gibt's unter Mein Beitrag.

Alle Voraussetzungen erfüllt?

Wenn Sie zum beitrittsberechtigten Personenkreis gehören, müssen Sie nur noch die Vorversicherungszeit erfüllen. Das heißt, Sie waren

  • in den letzten fünf Jahren insgesamt mindestens 24 Monate oder
  • unmittelbar vor Beginn der freiwilligen Krankenversicherung mindestens 12 Monate zusammenhängend

gesetzlich krankenversichert. Die Vorversicherungszeit kann bei schwerbehinderten Menschen auch durch einen Elternteil oder den Ehegatten erfüllt werden. Ihre Antragsfrist beträgt drei Monate. Achten Sie bitte darauf, diesen Zeitraum einzuhalten.

Beginn und Ende Ihrer freiwilligen Mitgliedschaft.

Ihre freiwillige Mitgliedschaft beginnt mit dem Tag, an dem Ihr Antrag bei der KNAPPSCHAFT eingeht. Für Personen, die aus der Versicherungspflicht oder der Familienversicherung ausscheiden, beginnt die freiwillige Mitgliedschaft automatisch mit dem Tag nach ihrem Ausscheiden.

Die freiwillige Mitgliedschaft endet

  • mit dem Tod des Versicherten
  • mit dem Beginn einer Pflichtmitgliedschaft
  • mit dem Wirksamwerden ihrer Kündigung

Einzige Ausnahme: Sie erfüllen die Voraussetzungen für eine Familienversicherung. Ihre freiwillige Mitgliedschaft endet dann losgelöst vom Zeitpunkt der Kündigung rückwirkend mit dem Beginn der Familienversicherung.

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Ohne lästigen Papierkram oder bürokratisches Tamtam.

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