KNAPPSCHAFT - Rentner

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Lachendes Rentnerpaar im Cafe.Lachendes Rentnerpaar im Cafe.Lachendes Rentnerpaar im Cafe.

Endlich Rentner. Noch mehr Zeit für mich

Als Rentner oder Versorgungsbezieher zahlen Sie den gleichen allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung wie andere Versicherte. Hinzu kommt noch der Beitrag zur Pflegeversicherung und der Zusatzbeitrag.

Mit Ihrem Rentenbeginn übernimmt Ihr Rentenversicherungsträger einen Teil Ihrer Beiträge zur Krankenversicherung. Den anderen Teil tragen Sie selbst. Hinzu kommen noch: Zusatzbeitrag und Ihr Beitrag zur Pflegeversicherung. Welche Versicherungsarten Sie als Rentner in Anspruch nehmen können? Wie sich Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung genau aufteilen? Lesen Sie im Folgenden ausführlich.

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Die Krankenversicherung der Rentner.

Auch als Rentenantragsteller oder Rentner genießen Sie den umfassenden Schutz der KNAPPSCHAFT. In der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind Sie pflichtversichert, wenn Sie

  • die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllen und
  • einen Rentnenanspruch haben.

Ob Sie die Vorversicherungszeit erfüllen, prüft die KNAPPSCHAFT bei Ihrer Rentenantragstellung. Waisenrentner, die vor der Antragstellung gesetzlich versichert waren, müssen keine Vorversicherungszeit erfüllen. Wenn Sie in der KVdR versichert sind, sind Sie ebenfalls Mitglied in der sozialen Pflegeversicherung

Die Rahmenfrist entscheidet.

Sie erfüllen die Vorversicherungszeit, wenn Sie zum Beispiel während Ihrer Zeit als Arbeitnehmer für einen bestimmten Zeitraum gesetzlich krankenversichert waren. Entscheidend ist die sogenannte Rahmenfrist - die Zeitspanne von der erstmaligen Aufahme einer Tätigkeit bis zu Ihrer Rentenantragstellung. In der zweiten Hälfte dieses Zeitraums müssen Sie mindestens neun Zehntel der Zeit Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein. Dabei ist es unerheblich, ob Sie freiwillig, pflicht- oder familienversichert waren. Seit dem 1. August 2017 rechnen wir für jedes Kind des Antragstellers pauschal drei Jahre auf die Vorversicherungszeit an.

Wann die KVdR nicht möglich ist.

Die KVdR ist trotz erüllter Vorversicherungszeit beispielsweise nicht möglich, wenn Sie aufgrund einer Beschäftigung vorrangig versicherungspflichtig sind. Entfällt diese Vorrangversicherung, werden Sie automatisch Mitglied in der KVdR. Gleiches gilt, wenn Sie hauptberuflich eine selbständige Tätigkeit ausüben. Sie sind Beamter? Dann ist die KVdR für Sie ausgeschlossen.

Sie erfüllen Vorversicherungszeit nicht?

Auch kein Problem. Ihr bisheriges Versicherungsverhältnis wird fortgesetzt. Sind Sie als Arbeitnehmer beschäftigt und Ihre Beschäftigung endet mit dem Rentenbeginn? Dann werden Sie im Anschluss freiwillig versichert. Sie sind bei der Rentenantragstellung bereits freiwillig bei uns versichert? Dann ändert sich für Sie nichts. Ihr bisheriges Versicherungsverhältnis bleibt bestehen.

Ihr Beitrag. Als pflichtversicherter Rentner. Gültig ab 1.Oktober 2018

Ihr Beitrag zur Krankenversicherung

Als Rentner zahlen Sie ab dem 1. Dezember 2018* den regulären Beitragssatz von 15,7 Prozent. Dieser setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 14,6 Prozent allgemeiner Beitragssatz
  • 1,1 Prozent Zusatzbeitrag

Ihr Rentenversicherungsträger übernimmt die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes. So zahlen Sie insgesamt nur 8,4 Prozent (7,3 Prozent plus 1,1 Prozent Zusatzbeitrag) aus eigener Tasche. Ihr Träger hält die Beiträge einschließlich des Zusatzbeitrags ein und leitet diese an den Gesundheitsfonds weiter.

*Zum 1. Oktober 2018 wird die KNAPPSCHAFT ihren Zusatzbeitrag auf 1,1 Prozent senken. Bei versicherungspflichtigen Rentnern sowie Beziehern von Versorgungsbezügen, deren Beiträge durch die Zahlstelle der Versorgungsbezüge an die Krankenkasse abgeführt werden, gilt eine Besonderheit: Die Senkung des Zusatzbeitragssatzes wirkt sich aufgrund gesetzlicher Regelung erst mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Monaten aus, also erst zum 1. Dezember 2018. Bis dahin gilt weiterhin der alte Zusatzbeitragssatz von 1,3 Prozent.

Ihr Beitrag zur Pflegeversicherung

Auch als Rentner zahlen Sie regulär einen Beitrag von 2,55 Prozent zur Pflegeversicherung. Es sei denn, Sie haben keine Kinder und sind über 23. Dann müssen Sie einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent zahlen. Den Zuschlag zahlen Sie nicht, wenn Sie nachweisen, dass Sie Kinder haben bzw. hatten. Sind Sie vor dem 1. Januar 1940 geboren, zahlen Sie ebenfalls keinen Beitragszuschlag. Auch den Beitrag zur Pflegeversicherung hält Ihr Rentenversicherungsträger ein und leitet ihn an den Gesundheitsfonds weiter.

Ihre Auslandsrente

Sie bekommen eine Rente aus dem Ausland? Dann unterliegt diese ab dem 1. Oktober 2018 der Beitragspflicht mit einem Beitragssatz von 8,4 Prozent (einschließlich des Zusatzbeitragssatzes von 1,1 Prozent). Die Beiträge aus der ausländischen Rente und alle sonstigen Beiträge zahlen Sie selbst.

Weitere Einkünfte

Sie beziehen zum Beispiel eine Rente aus der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrente)? Dann wird auch diese bei Ihrer Beitragszahlung berücksichtigt. Der Beitragssatz beträgt für versicherungspflichtige Rentner 14,6 Prozent. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent (ab dem 1. Dezember 2018*). Normalerweise behält die Zahlstelle der Versorgungsbezüge Ihren Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung (inklusive Zusatzbeitrag) ein und führt ihn an die KNAPPSCHAFT ab.

Sie sind selbstständig tätig und erzielen Arbeitseinkommen? Auch aus diesem Einkommen müssen Sie Beiträge entrichten. Die Beiträge werden vom allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent (ab dem 1. Oktober 2018) berechnet. Im Gegensatz zu den Versorgungsbezügen, zahlen Sie diese Beiträge komplett selbst.

*Zum 1. Oktober 2018 wird die KNAPPSCHAFT ihren Zusatzbeitrag auf 1,1 Prozent senken. Bei versicherungspflichtigen Rentnern sowie Beziehern von Versorgungsbezügen, deren Beiträge durch die Zahlstelle der Versorgungsbezüge an die Krankenkasse abgeführt werden, gilt eine Besonderheit: Die Senkung des Zusatzbeitragssatzes wirkt sich aufgrund gesetzlicher Regelung erst mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Monaten aus, also erst zum 1. Dezember 2018. Bis dahin gilt weiterhin der alte Zusatzbeitragssatz von 1,3 Prozent.

Lassen Sie sich Ihren Beitrag erstatten

Unser Tipp für Rentner, die noch einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen: Prüfen Sie zum Jahresende, ob Sie zu viel Kranken- bzw. Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt haben. Denn Sie zahlen Beiträge aus Arbeitsentgelt, Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen aus der Selbstständigkeit insgesamt bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt 2017 bei 52.200 Euro.

Zudem zahlen Sie aus Ihrer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für Sie gilt deswegen eine doppelte Beitragsbemessungsgrenze. Stellen Sie einen Antrag, damit Sie das Geld zurück bekommen, das Sie zu viel gezahlt haben. Dieses Geld zahlen wir Ihnen zurück, wenn Sie im Vorjahr schon Mitglied der KNAPPSCHAFT waren. Die entsprechenden Antragsvordrucke erhalten Sie von Ihrer Dienststelle.

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