KNAPPSCHAFT - Kranken- und Pflegeversicherung - Selbstständige

Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.

Mein Beitrag als Selbstständiger. Der Gewinn machts

Sie sind selbstständig? Dann können Sie sich freiwillig bei der KNAPPSCHAFT krankenversichern. Alternativ ist eine Mitgliedschaft in einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung möglich. In diesem Fall unterscheidet sich allerdings die Höhe Ihrer Beiträge.

In der freiwilligen Krankenversicherung hängt Ihr Beitrag von Ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab. Berücksichtigt werden alle beitragspflichtigen Einnahmen und die aktuellen Beitragssätze für die Kranken- und Pflegeversicherung. Aber Achtung: Für Selbstständige gibt es Höchst- und Mindestbeiträge sowie Sonderfälle.

3-Fakten-Box

Bei­trags­zah­lung

Es gibt Höchst- und Mindestbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung. Höchstens zahlen Sie Beiträge bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze. Auch, wenn Ihre beitragspflichtigen Einnahmen darüber liegen. Genau so zahlen Sie den Mindestbeitrag, wenn Ihre beitragspflichtigen Einnahmen darunter liegen.

Bei­trag­s­ent­las­tung

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, unter denen sich Ihre Beiträge bis auf den Mindestbeitrag verringern. Liegt bei Ihnen eine unverhältnismäßige Belastung vor, werden Sie bei der Beitragszahlung entlastet.

Vor­aus­set­zun­gen für die Ent­las­tung

Sie werden unverhältnismäßig belastet, wenn sich Ihre beitragspflichtigen Einnahmen um mehr als ein Viertel verringern. Um das zu prüfen, vergleichen wir Ihre Angaben mit Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid. Sind Ihre Einnahmen generell sehr niedrig, werden Sie unter bestimmten Voraussetzungen entlastet.

Mein Bei­trag als Selbst­stän­di­ger. Wird 2019 an­hand die­ser Grö­ßen be­rech­net:

  • 4.537,50 Euro als Höchstbemessungsgrundlage für hauptberuflich Selbstständige
  • 1.038,33Euro als Mindestbemessungsgrundlage für hauptberuflich Selbstständige

Folgende Beitragssätze gelten ab dem 1. Januar 2019:

Beitragssatz inklusive Zusatzbeitrag

Höchstbeitrag

Mindestbeitrag

Krankenversicherung
mit Anspruch auf Krankengeld
15,7 %712,39 € 163,02 €
Krankenversicherung
ohne Anspruch auf Krankengeld
15,1 % 685,16 € 156,79 €
Pflegeversicherung3,05 % 138,39 € 31,67 €
Pflegeversicherung mit Zuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren3,3 % 149,74 € 34,26 €

Die angegebenen Höchst- und Mindestbeiträge können abweichen, wenn Sie selbstständig sind und zusätzlich eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. In diesem Fall ist der allgemeine Beitragssatz entscheidend.

Ihr Anspruch auf Krankengeld.

Beginnt mit dem gesetzlichen Krankengeld ab dem 43. Tag Ihrer Arbeitsunfähigkeit. Mit den Wahltarifen der KNAPPSCHAFT geht das schon ab dem 15. Tag.

Höchst- und Min­dest­bei­trä­ge

Höchstbeitrag.

Die Beitragsbemessungsgrenze für Selbstständige liegt bei 4.537,50 Euro. Haben Sie ein geringeres Einkommen, werden andere Beiträge erhoben: ausgehend von Ihren tatsächlichen Einkünften. Liegen diese unter den mindestens zu berücksichtigenden Einkünften, gilt der Mindestbeitrag.

Mindestbeitrag.

Für hauptberuflich Selbstständige gibt es ein fiktives Einkommen von 1.038,33 Euro. Dieses Mindesteinkommen gilt auch, wenn Ihre tatsächlichen Einkünfte geringer sind.

Nach­weis der Ein­künf­te aus selbst­stän­di­ger Tä­tig­keit

Die Einkünfte aus Ihrer selbstständigen Tätigkeit weisen Sie durch einen Einkommensteuerbescheid nach. Weitere Einnahmen wie zum Beispiel Kapitalerträge können Sie anderweitig nachweisen (zum Beispiel durch eine Bankbescheinigung).

Zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit haben Sie noch keinen Einkommensteuerbescheid. In dieser Situation schätzen Sie Ihre Einkünfte. Entweder Ihr geschätztes Einkommen oder das geltende Mindesteinkommen zählt dann - unter Vorbehalt - für die Beitragsermittlung. Nach Vorlage des ersten Einkommensteuerbescheides - für das Jahr, in dem Sie Ihre selbstständige Tätigkeit begonnen haben - werden die Beiträge gegebenenfalls korrigiert. Und auf der Basis Ihrer tatsächlich erzielten Einkünfte festgesetzt. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgen weitere Beitragskorrekturen grundsätzlich nur für die Zukunft und nach Vorlage eines neuen Einkommensteuerbescheides.

Ab dem 1. Januar 2018 korrigieren wir Ihren Beitrag für das jeweilige Kalenderjahr auch rückwirkend. Wir setzen die Höhe Ihres Beitrags erst dann endgültig fest, wenn Sie Ihren Einkommensteuerbescheid für das vorangegangene Jahr eingereicht haben. Das ist frühestens 2019 möglich, also mit dem Einreichen Ihres Steuerbescheides für das Kalenderjahr 2018. Sobald uns Ihr Bescheid vorliegt, brechen wir die ausgewiesenen Jahresbeträge auf den Monat runter. Diese neue Vorgehensweise wird auch als zweistufige Beitragsfestsetzung bezeichnet.

Bei­trag­s­ent­las­tung bei un­ver­hält­nis­mä­ßi­ger Be­las­tung

Bei freiwillig Versicherten wird die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt – und eventuell die Ihres nicht gesetzlich krankenversicherten Ehe- oder Lebenspartners. Dazu zählen alle Einnahmen und Geldmittel - die Sie zum Lebensunterhalt verbrauchen oder verbrauchen könnten - ohne Rücksicht auf die steuerliche Behandlung. Hierzu gehört auch das im Rahmen Ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielte Arbeitseinkommen. Die Höhe Ihres Arbeitseinkommens ist regelmäßig durch die Vorlage Ihres aktuellen Einkommensteuerbescheides nachzuweisen. Für den Fall, dass Ihre Einnahmen im Verhältnis zu den bisher nachgewiesenen Einnahmen gravierend sinken, können Sie Ihre Beiträge gegebenenfalls kurzfristig reduzieren.

Voraussetzungen für Beitragsentlastung bei unverhältnismäßiger Belastung.
  • Sie müssen einen formlosen Antrag auf Beitragsentlastung stellen.
  • Ihr aktuell geschätztes Arbeitseinkommen muss um mehr als ein Viertel geringer sein, als das mit dem letzten Einkommensteuerbescheid festgestellte Arbeitseinkommen.
  • Ihr aktuell geschätztes Arbeitseinkommen muss mit einem Vorauszahlungsbescheid zur Einkommensteuer nachgewiesen werden.

Nur Ihr Arbeitseinkommen ist maßgebend für die Feststellung einer unverhältnismäßigen Belastung. Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung werden dabei nicht berücksichtigt.

Bitte beachten Sie, dass für die Zeit ab dem 1. Januar 2018 mit der unverhältnismäßigen Belastung nur die vorläufige Beitragseinstufung angepasst wird. Diese ist auf der Basis Ihrer Schätzung mit dem Vorauszahlungsbescheid erfolgt. Die Beiträge aus dem Arbeitseinkommen, das Sie ab 2018 erzielen, werden ohnehin rückwirkend für das jeweilige Kalenderjahr festgesetzt. Das passiert erst abschließend, sobald Sie Ihren Einkommensteuerbescheid für das betreffende Jahr eingereicht haben. Verringert sich Ihr Arbeitseinkommen, werden zu viel gezahlte Beiträge also automatisch erstattet.

So lan­ge dau­ert die Bei­trag­s­ent­las­tung bei un­ver­hält­nis­mä­ßi­ger Be­las­tung an

Alle Voraussetzungen sind erfüllt?

Dann können Ihre Beiträge ab dem Folgemonat reduziert sein. Das heißt, ab dem Monat nach Antragstellung und Vorlage des Vorauszahlungsbescheides. Ihre Beiträge werden unter Vorbehalt festgesetzt. Als Beitragsbemessungsgrundlage wird dabei das im Vorauszahlungsbescheid ausgewiesene Arbeitseinkommen sowie gegebenenfalls vorhandene weitere Einkünfte - mindestens jedoch die maßgebliche Einkommensuntergrenze - berücksichtigt.

Sie sind bis zur Erteilung Ihres nächsten Einkommensteuerbescheides entlastet.

Die Voraussetzungen für eine Beitragsentlastung stimmen immer noch? Dann werden Sie weiter entlastet. Das müssen Sie neu beantragen und uns gleichzeitig einen neuen Vorauszahlungsbescheid des Finanzamtes geben. Reichen Sie den neuen Vorauszahlungsbescheid innerhalb von drei Monaten ab Erstelldatum Ihres letzten Einkommensteuerbescheides bei uns ein, erheben wir Ihre Beiträge weiterhin vorläufig anhand des reduzierten geschätzten Arbeitseinkommens. Wenn Sie uns den Vorauszahlungsbescheid erst nach drei Monaten schicken, ist eine Beitragsentlastung nur noch für die Zukunft möglich.

Kor­rek­tur der vor­läu­fig fest­ge­setz­ten Bei­trä­ge

Endgültig wird Ihr Beitrag für die Beitragsentlastung festgesetzt, wenn der Einkommensteuerbescheid für das maßgebliche Veranlagungsjahr vorliegt. Das kann mehrere Jahre dauern. Wir erstatten Ihr Geld zurück, falls sich rausstellt, dass Sie zu hohe Beiträge gezahlt haben. Und umgekehrt: War Ihr Arbeitseinkommen höher als angenommen, müssen Sie nachzahlen.

Fa­mi­li­en­ver­si­che­rung für Selbst­stän­di­ge

Sie erfüllen alle Voraussetzungen der unverhältnismäßigen Belastung? Und Ihr aktuelles monatliches Arbeitseinkommen aus einer nicht hauptberuflich selbstständigen Tätigkeit beträgt 445 Euro oder weniger? Dann versichern wir Sie beitragsfrei in der Familienversicherung. Dafür muss Ihr Ehe- oder Lebenspartner Mitglied der KNAPPSCHAFT sein. Die Familienversicherung ist ohne Vorbehalt einer rückwirkenden Korrektur bis zur Erteilung des nächsten Einkommensteuerbescheides möglich. Wir beraten Sie und helfen Ihnen dabei natürlich gerne.

Nicht mehr haupt­be­ruf­lich tä­tig?

Bei Ihner Tätigkeit finden gravierende Änderungen statt? Zum Beispiel eine verringerte Arbeitszeit, ein niedrigeres Arbeitseinkommen oder es fallen Arbeitnehmer weg? Dann kommen Sie direkt auf uns zu. Für die Überprüfung Ihrer Hauptberuflichkeit benötigen wir keinen neuen Einkommensteuerbescheid.

Sind Sie nicht mehr hauptberuflich selbstständig, werden Ihre Beiträge von Ihren nachgewiesenen Einnahmen erhoben, mindestens aber von 1083,33 Euro. Ihre Hauptberuflichkeit wird zukunftsorientiert geprüft. Eine rückwirkende Überprüfung wie bei der Beitragsentlastung ist nicht möglich.

Fällt Ihre Hauptberuflichkeit weg, ist die Familienversicherung nicht mehr ausgeschlossen. Für die Familienversicherung darf Ihr Gesamteinkommen nicht höher sein als 445 Euro. Sie müssen außerdem alle Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllen. Ob das der Fall ist, finden wir gerne mit Ihnen zusammen heraus.

Krankenkasse wechseln.

Ohne lästigen Papierkram oder bürokratisches Tamtam.