KNAPPSCHAFT - Selbstständige

Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.Selbständiger junger Mann kalkuliert etwas.

Mein Beitrag als Selbstständiger. Der Gewinn machts

Sie sind selbstständig? Dann können Sie sich freiwillig bei der KNAPPSCHAFT krankenversichern. Alternativ ist eine Mitgliedschaft in einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung möglich. In diesem Fall unterscheidet sich allerdings die Höhe Ihrer Beiträge.

In der freiwilligen Krankenversicherung hängt Ihr Beitrag von Ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab. Berücksichtigt werden alle beitragspflichtigen Einnahmen und die aktuellen Beitragssätze für die Kranken- und Pflegeversicherung. Aber Achtung: Für Selbstständige gibt es Höchst- und Mindestbeiträge sowie Sonderfälle.

3-Fakten-Box

Beitragszahlung

Es gibt Höchst- und Mindestbeiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung. Höchstens zahlen Sie Beiträge bis zur aktuellen Beitragsbemessungsgrenze. Auch, wenn Ihre beitragspflichtigen Einnahmen darüber liegen. Genau so zahlen Sie den Mindestbeitrag, wenn Ihre beitragspflichtigen Einnahmen darunter liegen.

Beitragsentlastung

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, unter denen sich Ihre Beiträge bis auf den Mindestbeitrag verringern. Oder sogar bis auf den noch niedrigeren Mindestbeitrag für Existenzgründer. Liegt bei Ihnen eine unverhältnismäßige Belastung oder soziale Härte vor, werden Sie bei der Beitragszahlung entlastet.

Voraussetzungen für die Entlastung

Sie werden unverhältnismäßig belastet, wenn sich Ihre beitragspflichtigen Einnahmen um mehr als ein Viertel verringern. Um das zu prüfen, vergleichen wir Ihre Angaben mit Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid. Sind Ihre Einnahmen generell sehr niedrig, werden Sie unter bestimmten Voraussetzungen aufgrund sozialer Härte entlastet.

Mein Beitrag als Selbstständiger. Wird 2018 anhand dieser Größen berechnet:

  • 4.425,00 Euro als Höchstbemessungsgrundlage für hauptberuflich Selbstständige
  • 2.283,75 Euro als Mindestbemessungsgrundlage für hauptberuflich Selbstständige
  • 1.522,50 Euro als Mindestbemessungsgrundlage für Existenzgründer mit Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit
Folgende Beitragssätze gelten ab dem 1. Oktober 2018:
Beitragssatz inklusive Zusatzbeitrag
Höchstbeitrag
Mindestbeitrag
Mindestbeitrag für Existenzgründer
Krankenversicherung
mit Anspruch auf Krankengeld
15,7 %694,73 € 358,55 € 239,03 €
Krankenversicherung
ohne Anspruch auf Krankengeld
15,3 %668,18 € 344,85 €229,90 €
Pflegeversicherung2,55 %112,84 €58,24 €38,82 €
Pflegeversicherung mit Zuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren2,8 %123,90 €63,95 €42,63 €

Die angegebenen Höchst- und Mindestbeiträge können abweichen, wenn Sie selbstständig sind und zusätzlich eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. In diesem Fall ist der allgemeine Beitragssatz entscheidend.

Ihr Anspruch auf Krankengeld.

Beginnt mit dem gesetzlichen Krankengeld ab dem 43. Tag Ihrer Arbeitsunfähigkeit. Mit den Wahltarifen der KNAPPSCHAFT geht das schon ab dem 15. Tag.

Höchst- und Mindestbeiträge

Höchstbeitrag.

Die Beitragsbemessungsgrenze für Selbstständige liegt bei 4.425 Euro. Haben Sie ein geringeres Einkommen, werden andere Beiträge erhoben: ausgehend von Ihren tatsächlichen Einkünften. Liegen diese unter den mindestens zu berücksichtigenden Einkünften, gilt der Mindestbeitrag.

Mindestbeitrag.

Für hauptberuflich Selbstständige gibt es ein fiktives Einkommen von 2.283,75 Euro. Dieses Mindesteinkommen gilt auch, wenn Ihre tatsächlichen Einkünfte geringer sind.

Mindestbeitrag für Existenzgründer.

Um Existenzgründer mit einem Gründungszuschuss zu unterstützen, ist deren Mindestbeitrag geringer. Das fiktive Mindesteinkommen für sie liegt bei 1.522,50 Euro. Überschreiten der Gründungszuschuss - abzüglich eines Betrages von 300 Euro zur sozialen Absicherung - plus der mögliche Gewinn der selbstständigen Tätigkeit das Mindesteinkommen, werden die Beiträge von den tatsächlichen Einnahmen erhoben.

Nachweis der Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit

Die Einkünfte aus Ihrer selbstständigen Tätigkeit weisen Sie durch einen Einkommensteuerbescheid nach. Weitere Einnahmen wie zum Beispiel Kapitalerträge können Sie anderweitig nachweisen (zum Beispiel durch eine Bankbescheinigung).

Zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit haben Sie noch keinen Einkommensteuerbescheid. In dieser Situation schätzen Sie Ihre Einkünfte. Entweder Ihr geschätztes Einkommen oder das geltende Mindesteinkommen zählt dann - unter Vorbehalt - für die Beitragsermittlung. Nach Vorlage des ersten Einkommensteuerbescheides - für das Jahr, in dem Sie Ihre selbstständige Tätigkeit begonnen haben - werden die Beiträge gegebenenfalls korrigiert. Und auf der Basis Ihrer tatsächlich erzielten Einkünfte festgesetzt. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgen weitere Beitragskorrekturen grundsätzlich nur für die Zukunft und nach Vorlage eines neuen Einkommensteuerbescheides.

Ab dem 1. Januar 2018 korrigieren wir Ihren Beitrag für das jeweilige Kalenderjahr auch rückwirkend. Wir setzen die Höhe Ihres Beitrags erst dann endgültig fest, wenn Sie Ihren Einkommensteuerbescheid für das vorangegangene Jahr eingereicht haben. Das ist frühestens 2019 möglich, also mit dem Einreichen Ihres Steuerbescheides für das Kalenderjahr 2018. Sobald uns Ihr Bescheid vorliegt, brechen wir die ausgewiesenen Jahresbeträge auf den Monat runter. Diese neue Vorgehensweise wird auch als zweistufige Beitragsfestsetzung bezeichnet.

Beitragsentlastung bei unverhältnismäßiger Belastung

Bei freiwillig Versicherten wird die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt – und eventuell die Ihres nicht gesetzlich krankenversicherten Ehe- oder Lebenspartners. Dazu zählen alle Einnahmen und Geldmittel - die Sie zum Lebensunterhalt verbrauchen oder verbrauchen könnten - ohne Rücksicht auf die steuerliche Behandlung. Hierzu gehört auch das im Rahmen Ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielte Arbeitseinkommen. Die Höhe Ihres Arbeitseinkommens ist regelmäßig durch die Vorlage Ihres aktuellen Einkommensteuerbescheides nachzuweisen. Für den Fall, dass Ihre Einnahmen im Verhältnis zu den bisher nachgewiesenen Einnahmen gravierend sinken, können Sie Ihre Beiträge gegebenenfalls kurzfristig reduzieren.

Voraussetzungen für Beitragsentlastung bei unverhältnismäßiger Belastung.

Nur Ihr Arbeitseinkommen ist maßgebend für die Feststellung einer unverhältnismäßigen Belastung. Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung werden dabei nicht berücksichtigt.

Bitte beachten Sie, dass für die Zeit ab dem 1. Januar 2018 mit der unverhältnismäßigen Belastung nur die vorläufige Beitragseinstufung angepasst wird. Diese ist auf der Basis Ihrer Schätzung mit dem Vorauszahlungsbescheid erfolgt. Die Beiträge aus dem Arbeitseinkommen, das Sie ab 2018 erzielen, werden ohnehin rückwirkend für das jeweilige Kalenderjahr festgesetzt. Das passiert erst abschließend, sobald Sie Ihren Einkommensteuerbescheid für das betreffende Jahr eingereicht haben. Verringert sich Ihr Arbeitseinkommen, werden zu viel gezahlte Beiträge also automatisch erstattet.

So lange dauert die Beitragsentlastung bei unverhältnismäßiger Belastung an

Alle Voraussetzungen sind erfüllt?

Dann können Ihre Beiträge ab dem Folgemonat reduziert sein. Das heißt, ab dem Monat nach Antragstellung und Vorlage des Vorauszahlungsbescheides. Ihre Beiträge werden unter Vorbehalt festgesetzt. Als Beitragsbemessungsgrundlage wird dabei das im Vorauszahlungsbescheid ausgewiesene Arbeitseinkommen sowie gegebenenfalls vorhandene weitere Einkünfte - mindestens jedoch die maßgebliche Einkommensuntergrenze - berücksichtigt.

Sie sind bis zur Erteilung Ihres nächsten Einkommensteuerbescheides entlastet.

Die Voraussetzungen für eine Beitragsentlastung stimmen immer noch? Dann werden Sie weiter entlastet. Das müssen Sie neu beantragen und uns gleichzeitig einen neuen Vorauszahlungsbescheid des Finanzamtes geben. Reichen Sie den neuen Vorauszahlungsbescheid innerhalb von drei Monaten ab Erstelldatum Ihres letzten Einkommensteuerbescheides bei uns ein, erheben wir Ihre Beiträge weiterhin vorläufig anhand des reduzierten geschätzten Arbeitseinkommens. Wenn Sie uns den Vorauszahlungsbescheid erst nach drei Monaten schicken, ist eine Beitragsentlastung nur noch für die Zukunft möglich.

Korrektur der vorläufig festgesetzten Beiträge

Endgültig wird Ihr Beitrag für die Beitragsentlastung festgesetzt, wenn der Einkommensteuerbescheid für das maßgebliche Veranlagungsjahr vorliegt. Das kann mehrere Jahre dauern. Wir erstatten Ihr Geld zurück, falls sich rausstellt, dass Sie zu hohe Beiträge gezahlt haben. Und umgekehrt: War Ihr Arbeitseinkommen höher als angenommen, müssen Sie nachzahlen.

Familienversicherung für Selbstständige

Sie erfüllen alle Voraussetzungen der unverhältnismäßigen Belastung? Und Ihr aktuelles monatliches Arbeitseinkommen aus einer nicht hauptberuflich selbstständigen Tätigkeit beträgt 435 Euro oder weniger? Dann versichern wir Sie beitragsfrei in der Familienversicherung. Dafür muss Ihr Ehe- oder Lebenspartner Mitglied der KNAPPSCHAFT sein. Die Familienversicherung ist ohne Vorbehalt einer rückwirkenden Korrektur bis zur Erteilung des nächsten Einkommensteuerbescheides möglich. Wir beraten Sie und helfen Ihnen dabei natürlich gerne.

Beitragsentlastung bei sozialer Härte

Beiträge für hauptberuflich Selbstständige werden grundsätzlich von der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.425 Euro erhoben. Bei niedrigeren Einkommen gibt es eine Einkommensuntergrenze von 2.283,75 Euro monatlich.

Sie verdienen weniger als die Einkommensuntergrenze? Dann greift für Sie möglicherweise die Beitragsentlastung bei sozialer Härte. In diesem Fall reduziert sich die Einkommensuntergrenze von 2.283,75 Euro auf 1.522,50 Euro.

Voraussetzungen für Beitragsentlastung bei sozialer Härte.
  • Sie müssen einen Antrag auf Beitragsentlastung stellen.
  • Die Hälfte der beitragspflichtigen Einnahmen Ihrer Bedarfsgemeinschaft (Ehe-/Lebenspartner) darf  2.283,75 Euro nicht übersteigen.
  • Ihre Bedarfsgemeinschaft darf keine steuerpflichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen und keine positiven oder negativen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen.
  • Weder Ihr Vermögen noch das Ihres Partners darf 11.900 Euro überschreiten.

Bei der Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen Ihrer Bedarfsgemeinschaft können Sie für Ihre Kinder verschiedene Freibeträge absetzen. Damit wir Ihr Einkommen richtig ermitteln, benötigen wir einen aktuellen Einkommensteuerbescheid. Als Nachweis für die Einnahmen Ihres Ehe- oder Lebenspartners benötigen wir ebenfalls dessen aktuellen Einkommensteuerbescheid. Alternativ können Sie aktuelle Verdienstbescheinigungen oder ähnliche geeignete Unterlagen einreichen.

Wenn Sie einen Gründungszuschuss oder ein Einstiegsgeld bekommen, ist eine Beitragsentlastung nicht nötig. Für Sie gilt ohnehin die Einkommensuntergrenze für Existenzgründer von 1.522,50 Euro.

So lange dauert die Beitragsentlastung bei sozialer Härte an

Alle Voraussetzungen sind erfüllt?

Dann können wir Ihre Beiträge ab dem Folgemonat reduzieren. Also ab dem Monat nach Antragstellung und Erbringung aller Nachweise. Ihre Beiträge werden ab dann von Ihren nachgewiesenen Einkünften berechnet. Mindestens aber von 1.522,50 Euro. Eine rückwirkende Beitragsentlastung ist momentan nicht möglich. Ab 2019 können Sie mit dem Einreichen Ihres Steuerbescheides für das Kalenderjahr 2018 rückwirkend soziale Härte beantragen. Dies geschieht im Rahmen der endgültigen Beitragsfestsetzung.

Solange Sie alle Voraussetzungen erfüllen, bleiben Sie entlastet.

Dazu prüfen wir nach spätestens zwölf Monaten, ob sich Ihre Einnahmen verändert haben. Ab 2018 berechnen wir die Beiträge aus Ihrem Arbeitseinkommen zunächst vorläufig. Sobald Sie uns Ihren Einkommensteuerbescheid für dieses Jahr vorlegen, setzen wir Ihre Beiträge endgültig fest. Dabei prüfen wir für das betroffene Kalenderjahr zusätzlich die Voraussetzungen der sozialen Härte. Durch diese Vorgehensweise kann eine zunächst bewilligte Beitragsentlastung rückwirkend noch entfallen.

Nicht mehr hauptberuflich tätig?

Bei Ihner Tätigkeit finden gravierende Änderungen statt? Zum Beispiel eine verringerte Arbeitszeit, ein niedrigeres Arbeitseinkommen oder es fallen Arbeitnehmer weg? Dann kommen Sie direkt auf uns zu. Für die Überprüfung Ihrer Hauptberuflichkeit benötigen wir keinen neuen Einkommensteuerbescheid.

Sind Sie nicht mehr hauptberuflich selbstständig, werden Ihre Beiträge von Ihren nachgewiesenen Einnahmen erhoben, mindestens aber von 1015 Euro. Ihre Hauptberuflichkeit wird zukunftsorientiert geprüft. Eine rückwirkende Überprüfung wie bei der Beitragsentlastung ist nicht möglich.

Fällt Ihre Hauptberuflichkeit weg, ist die Familienversicherung nicht mehr ausgeschlossen. Für die Familienversicherung darf Ihr Gesamteinkommen nicht höher sein als 435 Euro. Sie müssen außerdem alle Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllen. Ob das der Fall ist, finden wir gerne mit Ihnen zusammen heraus.

Krankenkasse wechseln.

Ohne lästigen Papierkram oder bürokratisches Tamtam.

Ihr Kontakt zu uns.

Ihr Kontakt zu uns

Mail, Fax, persönlich oder Telefon.

Bestens Informiert. Mit dem Newsletter der KNAPPSCHAFT