KNAPPSCHAFT - Beiträge und Steuern - Finanzamtsbescheinigung

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Beiträge steuerlich geltend machen. Das Bürgerentlastungsgesetz

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Sie können alle Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich geltend machen. Das ist im sogenannten Bürgerentlastungsgesetz geregelt. Sie müssen keine Unterlagen einreichen und sich persönlich um nichts kümmern. Als Ihre Krankenkasse kümmern wir uns um alles – auch das ist im Bürgerentlastungsgesetz geregelt.

Gut zu wis­sen - für die Steu­er­er­klä­rung

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Für Ih­re Steu­er­er­klä­rung.

Das Finanzamt prüft. in welcher Höhe Ihre Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steuerlich berücksichtigt werden können. Dies kann nur geschehen, wenn Ihre Beitragsdaten elektronisch übermittelt wurden. Das Bürgerentlastungsgesetz sieht vor, dass gesetzliche Krankenkassen diese Daten an das Finanzamt übermitteln. Hierzu zählen alle Informationen über Vorsorgeaufwendungen. Zum Beispiel:

  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  • Prämien für bestimmte Wahltarife
  • Bonuszahlungen (zum Beispiel AktivBonus)

Als gesetzliche Krankenversicherung müssen wir diese privaten Daten an die Finanzverwaltung weitergeben. Für die selbst an die KNAPPSCHAFT gezahlten Beiträge brauchten wir bislang eine schriftliche Einwilligung unseres Mitglieds. Wir haben keine Daten an die Finanzverwaltung gemeldet, wenn ein Versicherter das abgelehnt hat. Dies gilt auch, wenn durch das Mitglied keine Einwilligung erteilt wurde.

Damit die steuerliche Berücksichtigung in allen Fällen erfolgen kann, gibt es eine gesetzliche Änderung. Diese tritt rückwirkend zum 1. Januar 2019 ein und ist im zweiten Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz EU (2. DSAnpUG-EU) vom 20. November 2019 festgehalten. Gesetzliche Krankenkassen sind nun verpflichtet, die absetzbaren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Auch ohne Einwilligung des Mitglieds.

Ihr Vorteil: Sie müssen sich um nichts kümmern.

Durch die verbesserte steuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen werden Sie finanziell entlastet. Das Bürgerentlastungsgesetz sorgt zudem für Transparenz. Denn Sie erhalten von Ihrer Krankenversicherung eine Übersicht aller Beiträge und Prämien, die gemeldet werden.

Durch unsere maschinelle Übermittlung haben Sie die Gewissheit, dass die Angaben dem Finanzamt vorliegen. Ihnen entsteht kein Aufwand und Sie müssen hierüber keine Unterlagen einreichen.

Das ist neu. Ab 2020.

Im Jahr 2020 werden wir erstmals Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ohne Einwilligung zur Übermittlung melden. Die Daten aus dem Veranlagungsjahr 2019 werden auch dann berücksichtigt, wenn ein Mitglied der Übermittlung bisher nicht zugestimmt bzw. dieser vorher widersprochen hat.

Wer mel­det mei­ne Bei­trä­ge an die Fi­nanz­ver­wal­tung?

Bei Arbeitnehmern übermittelt der Arbeitgeber die Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung. Darin sind auch die Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung enthalten. Das gilt auch für freiwillig versicherte Arbeitnehmer. Vorausgesetzt der Arbeitgeber behält die Beiträge vom Gehalt ein und führt sie an die Krankenkasse ab.

Bei den Beziehern einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Beiträge vom Rentenversicherungsträger einbehalten und abgeführt. Er übermittelt die Daten zusammen mit der Rentenbezugsmitteilung an die Finanzverwaltung.

Bei pflichtversicherten Beziehern von Versorgungsbezügen kümmert sich die zuständige Zahlstelle um die Übermittlung. Sie behält die Beiträge zur Krankenversicherung ein und meldet sie der Finanzverwaltung.

Bei Mitgliedern, die ihre Beiträge selbst zahlen, meldet die gesetzliche Krankenversicherung die Beiträge. Das gilt beispielsweise für:

  • Selbstständige,
  • Praktikanten und Studenten,
  • Freiwillig Versicherte
  • Empfänger von Versorgungsbezügen, für die keine Beiträge von der Zahlstelle einbehalten werden (zum Beispiel Erträge aus Kapitalleistungen)

Beziehen Sie Leistungen der Agentur für Arbeit, entfällt eine Übermittlung. In diesem Fall zahlt der Träger dieser Leistungen die vollen Beiträge.

Wel­che Da­ten über­mit­telt die KNAPP­SCHAFT?

Wir übermitteln alle gezahlten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an die Finanzverwaltung. Dabei berücksichtigen wir nur wirklich gezahlte oder ausgezahlte Beiträge. Wichtig ist dabei, für welches Mitglied die Zahlungen erfolgt sind. Wer eine Zahlung tatsächlich geleistet oder erhalten hat, ist egal.

Beiträge für Versicherungszeiten mit und ohne Krankengeldanspruch melden wir getrennt. Denn die Finanzverwaltung nimmt bei Zeiten mit Krankengeldanspruch eine Kürzung des Beitrags um vier Prozent vor.

Daneben werden auch diese Beitragserstattungen steuerlich berücksichtigt:

  • zu viel oder zu Unrecht gezahlte Beiträge an Rentenversicherung oder Arbeitgeber
  • Prämien aus bestimmten Wahltarifen (Selbstbehalt, Prämienzahlung bei Leistungsfreiheit), Gesundheitsnetzen (prosper/proGesund) und
  • Geldbeträge aus den Bonusprogrammen (AktivBonus)

Mel­det die KNAPP­SCHAFT auch Prä­mi­en und Bo­nus­zah­lun­gen?

Wir melden auch Beitragserstattungen und Prämien aus Wahltarifen und Geldbeträge aus dem Bonusprogramm. Hierzu zählen:

  • Erstattungen zu viel oder zu Unrecht gezahlter Beiträge
  • Prämienzahlungen aus den Wahltarifen "Selbstbehalt" und "Prämienzahlung bei Leistungsfreiheit"
  • Prämien für die Treue in unseren Gesundheitsnetzen prosper/proGesund
  • Geldprämien aus unserem Bonusprogramm (AktivBonus)

Nimmt ein familienversicherter Angehöriger am Bonusprogramm teil, werden seine Bonuszahlungen für das versicherte Mitglied gemeldet. Daneben übermitteln wir auch Name, Geburtsdatum, Anschrift des Mitglieds und die steuerliche Identifikationsnummer.

Wann über­mit­telt die KNAPP­SCHAFT mei­ne Da­ten?

Zu Beginn des Jahres ermitteln wir alle Zahlungen, die für das Vorjahr berücksichtigt werden. Zusammenhängende Zeiträume mit identischer Beitragsart fassen wir zusammen. Die Meldung erfolgt immer bis zum letzten Tag des Monats Februar. Dabei geben wir auch Ihre Steueridentifikationsnummer mit an.

Sollte eine Zahlung für ein bereits gemeldetes Steuerjahr erst danach eingehen, verlieren Sie den Steuervorteil für diese Zahlung nicht. In der Regel kommt das bei der Zahlung Ihres Beitrags für den Dezember vor. Er ist am 15. Januar fällig. Die Zahlung wird in der Steuermeldung für das Folgejahr berücksichtigt.

Was ist die Steue­ri­den­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (Steu­er-ID)?

Die Steueridentifikationsnummer ist eine personenbezogene und einmalige Nummer. Mit ihr werden steuerpflichtige Zahlungen einer Person zugeordnet. Jeder Bürger erhält seine Nummer in einer Mitteilung des Bundeszentralamts für Steuern. Später ist sie auf dem Einkommensteuerbescheid zu finden.

Ohne Ihre Steuer-ID können keine Daten an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Damit wir Ihre Daten melden können, teilen Sie uns Ihre Steuer-ID beispielsweise per Brief oder E-Mail mit. Wenn Sie Ihre ID nicht angeben, können wir sie beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen.

Sie wol­len mehr zum Steu­er­recht wis­sen?

Mehr zum Thema und weitere Informationen rund um das Bürgerentlastungsgesetz finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums (www.bundesfinanzministerium.de). Rechtsverbindliche Auskünfte liefert Ihnen Ihr Finanzamt oder ein Steuerberater.