Wann wurde die Erklärung zur Barrierefreiheit erstellt?
Diese Erklärung wurde im Juli 2026 erstellt und wird jährlich aktualisiert.
Die Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen zur digitalen Barrierefreiheit beruht auf einer durchgeführten Selbstbewertung der technischen Umsetzung durch die IBM Deutschland GmbH.
Wie barrierefrei ist das Angebot?
Die durchgeführte Selbstbewertung der Webanwendung mit den zuvor genannten Anforderungen hat ergeben, dass die Desktop-Client App und die Mobile-App Meine GESUNDHEIT nur teilweise barrierefrei ist.
Welche Bereiche sind in der Mobile-App Meine GESUNDHEIT nicht barrierefrei?
Android:
- In einigen Eingabefeldern gibt der Screenreader (TalkBack) bei ungültiger Eingabe englische Wörter aus.
- Auf einigen Seiten werden zusammenhängende Informationen vom Screenreader nicht gruppiert ausgegeben. Dies betrifft beispielsweise zusammengehörige Formularelemente wie Checkboxen oder Radio-Buttons (etwa in den Metadaten für Behandlungsarten, Einrichtungen, Format und Sprache), deren übergeordnete Fragestellung dem Nutzer nicht vermittelt wird.
- Einige Zahlenfolgen werden als zusammenhängende Zahlen, statt als einzelne Ziffern durch den Screenreader ausgegeben. Dies kann bei sehr langen Zifferreihen zu Verständnisproblemen führen.
- Einige längere Texte, z.B. unter „Datensicherheit“ oder „Schadsoftware“, werden als ganzer Block durch den Screenreader ausgegeben, anstatt absatzweise.
- In seltenen Fällen werden Überschriften nicht als solche durch den Screenreader erkannt und ausgegeben. Zudem fehlen in Ansichten mit vielen Zusatzinformationen stellenweise ordnende Unterüberschriften.
- Einige Bilder, wie dekorative Icons in Schaltflächen, sind nicht als dekorative Elemente gekennzeichnet und werden entweder ohne entsprechende Alternativtexte oder mit nicht aussagekräftigen Alternativtexten vom Screenreader ausgegeben. Zudem besitzen einige Schaltflächen, wie das 3-Punkte-Menü ("Weitere Optionen"), keinen programmatischen, aussagekräftigen Namen.
- In einigen Fällen wird der Status eines Elements ausschließlich durch die Farbe dargestellt, ohne dass diese Information für Screenreader zugänglich ist. Zudem wird das erforderliche Kontrastverhältnis von mindestens 3:1 zu angrenzenden Elementen nicht immer eingehalten, was beispielsweise die Rahmen von Schaltflächen und Eingabefeldern sowohl im Normal- als auch im Dark-Mode betrifft.
- An manchen Stellen wird eine Überschrift fälschlicherweise in die Nummerierung einer Liste aufgenommen.
- Einige Elemente sind mit falschen Rollen versehen, Schaltflächen werden beispielsweise als Überschriften ausgegeben. Zudem gibt der Screenreader den Status bestimmter Elemente nicht korrekt aus, wie etwa den auf- oder zugeklappten Zustand von Menüs (z.B. beim 3-Punkte-Menü in der Upload-Ansicht).
- In manchen Fällen wird der Screenreader-Fokus beim Schließen eines Dialogfensters (wie "Zugriff entfernen" oder "Zugriff blockieren") oder beim Laden einer neuen Seite nicht an den Seitenanfang oder zum auslösenden Element gesetzt, sondern unvorhersehbar an andere Stellen, was zu Orientierungsverlust führt.
- In bestimmten Fällen erhalten visuell versteckte Elemente fälschlicherweise den Fokus des Screenreaders.
- Auf einigen Seiten erhalten statische Elemente, wie Textabsätze, einen Tastaturfokus. Die Reihenfolge des Tastaturfokus ist auf einigen Seiten unlogisch.
- In bestimmten Fällen ist es möglich, einen Tastaturfokus auf nicht sichtbare Elemente zu bewegen, ohne dass die Seite automatisch nach oben scrollt.
- In manchen Fällen werden Abkürzungen oder Akronyme nicht als solche erkannt und stattdessen als vollständige Wörter ausgegeben.
- In bestimmten Fällen gibt der Screenreader die Rollen von Elementen doppelt aus oder fokussiert bei Tastaturbedienung mehrere Elemente gleichzeitig (beispielsweise den "Zurück"-Button und das 3-Punkte-Menü).
- Der visuelle Tastatur-Fokus ist in bestimmten Fällen zu klein, nur unvollständig sichtbar, an den Ecken verzerrt, überlappt mit anderen Elementen (wie angrenzenden Icons) oder ist nicht korrekt gesetzt.
- In manchen Fällen wird in Eingabefeldern ein Zusatzhinweis - wie z.B. „optional“ - durch den Screenreader nicht mit ausgegeben, da das visuelle Label nicht mit dem Accessible Name übereinstimmt. Weiterhin fehlen bei Fehlern (z.B. falsches Datum) entsprechende akustische Hinweise oder Lösungsvorschläge für E-Mail- und Telefonnummer-Felder.
- In einigen Fällen bekommen informative Elemente (QR-Code) vom Screenreader keinen Fokus oder einen Fokus, der dem Nutzer aber nicht informiert, dass es sich um einen QR-Code handelt.
- In einigen Fällen ist es mit einer externen Tastatur nicht möglich über den vollständigen Bereich einer längeren Liste zu scrollen. Des Weiteren können elementare Schaltflächen, wie etwa "Schließen"- oder "Löschen"-Buttons in Formularen, nicht mit der Bestätigungstaste (Enter-Taste) der Tastatur ausgelöst werden.
- Es treten Tastaturfallen auf, bei denen der Tastaturfokus in einem geöffneten Menü (z.B. bei erweiterten Optionen in der LEI-Übersicht) oder Dialog gefangen bleibt und dieser Bereich nicht mehr verlassen werden kann.
- Bei aktivierter dynamischer Schriftvergrößerung (Large Text) oder im Querformat (Landscape) passen sich Textcontainer teilweise nicht an, sodass Texte und wichtige Kontaktinformationen (wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen) abgeschnitten werden oder überlappen.
- Die Touch-Flächen (Touch Targets) einiger interaktiver Elemente, insbesondere bei Reset-Funktionen in Metadaten-Masken, sind zu klein dimensioniert.
iOS:
- In einigen Fällen kehrt der Tastaturfokus nicht zum auslösenden Element zurück. Wenn beispielsweise bestimmte Modal-Dialoge (wie "Zugriff bearbeiten", "blockieren" oder "entfernen") geschlossen werden, verbleibt der Fokus nicht auf dem auslösenden Element.
- Bei einigen interaktiven Elementen wird der Status – ob aktiviert, deaktiviert oder aufgeklappt – vom Screenreader Voice-Over nicht oder fehlerhaft ausgegeben. Beispielsweise wird der Zustand "Ausgewählt/Nicht ausgewählt" bei bestimmten Radio-Buttons stattdessen als "0" oder "1" angesagt, oder der Status von Aufklapp-Menüs wird gänzlich ignoriert.
- Einige Bilder und Grafiken sind nicht als dekorative Elemente gekennzeichnet und werden mit nicht aussagekräftigen oder irreführenden Alternativtexten vom Screenreader ausgegeben. Beispielsweise werden rein dekorative Pfeil-Icons fälschlicherweise als "rechter Pfeil" vorgelesen oder es fehlen gänzlich Alt-Attribute bei Status-Bildern.
- In bestimmten Fällen erhalten visuell versteckte oder rein dekorative Elemente fälschlicherweise den Tastatur- oder der Screenreader-Fokus (beispielsweise bei Wischgesten über das Pfeil-Icon).
- Dynamische Statusmeldungen (wie "Dokument wird vorbereitet" während Ladevorgängen), Erfolgsmeldungen (wie "Dokument gelöscht") oder plötzlich erscheinende Fehlermeldungen bei der Texteingabe werden vom Screenreader nicht automatisch vorgelesen, sobald sie auf dem Bildschirm erscheinen.
- Der Tastaturfokus ist in bestimmten Fällen nicht eindeutig gesetzt. So kommt es auf einigen Seiten bei der Bedienung mit einer externen Tastatur zu doppelten Fokus-Indikatoren auf einer einzigen Schaltfläche.
- In bestimmten Fällen erfolgt die Ausgabe zusammengehöriger Informationen nicht gruppiert. Beispielsweise werden Radio-Buttons in Metadaten-Formularen nicht programmatisch als Listen verpackt, weshalb der Screenreader weder den Beginn noch das Ende der Auswahlmöglichkeiten ansagt.
- Bei inaktiven Schaltflächen (wie beispielsweise "Zurücksetzen") gibt der Screenreader irrtümlich den fehlerhaften Hinweistext "Vorherige Schritte müssen abgeschlossen sein" aus.
- Der Screenreader gerät bei Fokussierung auf bestimmte Schaltflächen (z.B. "Dokument anzeigen") in unkontrollierbare Vorleseschleifen und liest fortlaufend sämtliche sichtbaren Textfelder der Seite aus, was den Bedienfluss stark beeinträchtigt.
- Auf einigen Seiten bieten Fehlermeldungen (z.B. bei Feldern wie "Name" oder "Erstellt am") lediglich die Information, dass eine Eingabe erforderlich ist, ohne spezifische Hinweise auf Formatierungsfehler oder Lösungsvorschläge zu geben.
- Navigiert ein Nutzer mit der Kombination aus Tastatur und der Screenreader durch Formulare, wird der Status eines neu ausgewählten Radio-Buttons nicht aktiv bestätigt. Das System bleibt stumm, weshalb der Anwender nicht verifizieren kann, ob seine Eingabe registriert wurde.
- In bestimmten Fällen gibt der Screenreader beim Fokussieren einer Schaltfläche (beispielsweise beim "Löschen"-Button auf bestimmten Ansichten) weder eine Rolle noch einen zugänglichen Namen aus.
- Bei der Eingabe in bestimmte Suchfelder liest der Screenreader den gerade eingetippten Text fälschlicherweise doppelt vor.
- Auf einigen Seiten sind bestimmte Bedienelemente bei aktiviertem Screenreader unzugänglich, wie etwa der "Löschen" (Clear) Button, der bei der Texteingabe in Suchfeldern erscheint.
- In einigen Bereichen der App wurden visuell klar erkennbare Überschriften semantisch nicht korrekt ausgezeichnet oder sie nutzen unlogische Hierarchien (beispielsweise wird Heading Level 4 oder 5 genutzt, ohne dass übergeordnete Überschriften existieren).
Welche Bereiche sind in der Desktop-Client-App Meine GESUNDHEIT nicht barrierefrei?
- Einige Elemente verfügen über keine oder keine aussagekräftigen Labels für Screenreader. Beispielsweise besitzen Kalender-Icons und bestimmte Löschen-Schaltflächen keinen programmatischen Namen, oder es wird fälschlicherweise der Platzhalter-Text (Placeholder) anstelle eines echten Labels vorgelesen.
- Rein dekorative Bilder werden in einigen Fällen vom Screenreader (VoiceOver) fälschlicherweise als Inhalt vorgelesen, statt vom System ignoriert zu werden.
- Auf einigen Seiten ist die Überschriften-Hierarchie fehlerhaft strukturiert. So beginnt eine Seite beispielsweise direkt mit einer Überschrift der Ebene 2 (H2), oder Ebene 2 wird unlogisch gleichzeitig für Haupt- und Unterüberschriften verwendet.
- Zusammenhängende Informationen werden vom Screenreader teilweise nicht gruppiert ausgegeben. Dies betrifft beispielsweise zusammengehörige Formularelemente wie Checkboxen im Filter-Dialog oder Elemente in Breadcrumb-Navigationen, denen die semantische Listenstruktur fehlt.
- Einige Elemente sind programmatisch mit falschen Rollen versehen. Beispielsweise werden statische, nicht-interaktive Textinhalte dem Screenreader (JAWS) als Schaltflächen (Buttons) gemeldet, oder Navigationselemente werden als Links anstatt als Buttons ausgegeben. Auch ungültige ARIA-Attribute (wie aria-current) kommen stellenweise zum Einsatz.
- In bestimmten Fällen gibt der Screenreader den Status von Elementen nicht korrekt aus. Der Zustand "Ausgewählt/Nicht ausgewählt" wird bei Kategorie-Auswahlen ignoriert oder irreführend angesagt. Zudem wird beim Öffnen von bestimmten Dialogfenstern (Modals) deren Rolle vom Screenreader nicht kommuniziert.
- In manchen Fällen werden bei der Navigation mit dem Screenreader (VoiceOver) Inhalte übersprungen, oder beim Öffnen von Dialogen werden Datumseingabefelder direkt und unaufgefordert vorgelesen.
- Bei der Bedienung mit der Tastatur erhalten teilweise statische, nicht-interaktive Elemente fälschlicherweise den Tastaturfokus.
- Einige interaktive Elemente, wie das Kalender-Icon zum Öffnen der Datumsauswahl, sind bei reiner Tastaturnavigation überhaupt nicht erreichbar.
- Bestimmte Dialogfenster (Modale Fenster für Zugriffsrechte oder Dokumentangaben) lassen sich bei Tastaturbedienung nicht standardkonform über die Escape-Taste (ESC) schließen.
- Der visuelle Tastatur-Fokus ist in bestimmten Fällen nicht oder nur unzureichend sichtbar, wird nicht korrekt auf dem Element platziert oder überlappt visuell mit den Rahmenlinien der angrenzenden Schaltflächen.
- Das erforderliche Kontrastverhältnis wird nicht immer eingehalten. Dies betrifft beispielsweise Fehlermeldungen oder die Filter-Schaltfläche im Dark Mode.
- Im systemseitigen Hochkontrastmodus (High Contrast Mode) unter Windows kommt es zu Darstellungsfehlern. So sind beispielsweise Fokus-Indikatoren nicht erkennbar, die Rahmenlinien von Schaltflächen mit blauem Hintergrund verschwinden, und ausgewählte Listeneinträge werden bei Tastaturnavigation visuell nicht hervorgehoben.
Warum sind Bereiche nicht barrierefrei?
Wir arbeiten kontinuierlich daran, die bekannten, bestehenden Barrieren der Dienste zu beheben und somit den Zugang zur App zu verbessern. Die bestehenden Barrieren der Desktop-Client-App und der Mobile-App wollen wir sukzessive im Kalenderjahr 2026 beheben.
Wen können Sie bei Anmerkungen oder Fragen zur digitalen Barrierefreiheit kontaktieren?
Sind Ihnen Mängel beim barrierefreien Zugang zu Inhalten der Desktop-Client-App und der Mobilen-App Meine GESUNDHEIT aufgefallen? Dann können Sie sich gerne bei uns melden. Bitte benutzen Sie dafür das vorgesehene Kontakt-Formular.
Kontakt zur Schlichtungsstelle
Wenn auch nach Ihrem Feedback an den oben genannten Kontakt keine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde, können Sie sich an die Schlichtungsstelle nach § 16 BGG wenden. Die Schlichtungsstelle BGG hat die Aufgabe, bei Konflikten zum Thema Barrierefreiheit zwischen Menschen mit Behinderungen und öffentlichen Stellen des Bundes eine außergerichtliche Streitbeilegung zu unterstützen. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. Es muss kein Rechtsbeistand eingeschaltet werden. Weitere Informationen zum Schlichtungsverfahren und den Möglichkeiten der Antragstellung erhalten Sie unter: www.schlichtungsstelle-bgg.de.
Direkt kontaktieren können Sie die Schlichtungsstelle BGG unter info@schlichtungsstelle-bgg.de.