Endlich Rentner. Noch mehr Zeit für mich

Als Rentner oder Versorgungsbezieher zahlen Sie den gleichen allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung wie andere Versicherte. Hinzu kommt noch der Beitrag zur Pflegeversicherung und der Zusatzbeitrag.

Mit Ihrem Rentenbeginn übernimmt Ihr Rentenversicherungsträger einen Teil Ihrer Beiträge zur Krankenversicherung. Den anderen Teil tragen Sie selbst. Hinzu kommen noch: Zusatzbeitrag und Ihr Beitrag zur Pflegeversicherung. Wie sich Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung genau aufteilen? Welchen Versicherungsschutz haben Sie als Rentner? Lesen Sie im Folgenden ausführlich.

Das ist wichtig:

Sonderregelungen, die in Verbindung mit dem Corona-Virus stehen, finden Sie auf unserer Corona-Sonderseite.

Ent­spannt im Ru­he­stand. Und von der KNAPP­SCHAFT ab­ge­si­chert.

Ein entspannter älterer Herr lacht.

Die Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner.

Auch als Rentenantragsteller oder Rentner genießen Sie den umfassenden Schutz der KNAPPSCHAFT. In der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind Sie pflichtversichert, wenn Sie

  • die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllen und
  • einen Rentnenanspruch haben.

Ob Sie die Vorversicherungszeit erfüllen, prüft die KNAPPSCHAFT bei Ihrer Rentenantragstellung. Waisenrentner, die vor der Antragstellung gesetzlich versichert waren, müssen keine Vorversicherungszeit erfüllen. Wenn Sie in der KVdR versichert sind, sind Sie ebenfalls Mitglied in der sozialen Pflegeversicherung

Die Rahmenfrist entscheidet.

Sie erfüllen die Vorversicherungszeit, wenn Sie zum Beispiel während Ihrer Zeit als Arbeitnehmer für einen bestimmten Zeitraum gesetzlich krankenversichert waren. Entscheidend ist die sogenannte Rahmenfrist - die Zeitspanne von der erstmaligen Aufnahme einer Tätigkeit bis zu Ihrer Rentenantragstellung. In der zweiten Hälfte dieses Zeitraums müssen Sie mindestens neun Zehntel der Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein. Dabei ist es unerheblich, ob Sie freiwillig, pflicht- oder familienversichert waren. Seit dem 1. August 2017 rechnen wir für jedes Kind des Antragstellers pauschal drei Jahre auf die Vorversicherungszeit an.

Wann die KVdR nicht möglich ist.

Die KVdR ist trotz erfüllter Vorversicherungszeit beispielsweise nicht möglich, wenn Sie aufgrund einer Beschäftigung vorrangig versicherungspflichtig sind. Entfällt diese Vorrangversicherung, werden Sie automatisch Mitglied in der KVdR. Gleiches gilt, wenn Sie hauptberuflich eine selbständige Tätigkeit ausüben. Sie sind Beamter? Dann ist die KVdR für Sie ausgeschlossen.

Sie erfüllen die Vorversicherungszeit nicht?

Auch kein Problem. Ihr bisheriges Versicherungsverhältnis wird fortgesetzt. Sind Sie als Arbeitnehmer beschäftigt und Ihre Beschäftigung endet mit dem Rentenbeginn? Dann werden Sie im Anschluss freiwillig versichert. Sie sind bei der Rentenantragstellung bereits freiwillig bei uns versichert? Dann ändert sich für Sie nichts. Ihr bisheriges Versicherungsverhältnis bleibt bestehen.

Ihr Beitrag. Als pflichtversicherter Rentner. Gültig ab 1. Januar 2022

Ihr Bei­trag aus der Ren­te zur Kran­ken­ver­si­che­rung

Als Rentner zahlen Sie den regulären Beitragssatz von 16,2 Prozent. Dieser setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 14,6 Prozent allgemeiner Beitragssatz
  • 1,6 Prozent Zusatzbeitrag

Ihr Rentenversicherungsträger übernimmt von allem die Hälfte, Sie zahlen also nur 8,1 Prozent aus eigener Tasche. Ihr Rentenversicherungsträger hält die Beiträge ein und leitet diese an den Gesundheitsfonds weiter.

Ihr Bei­trag zur Pfle­ge­ver­si­che­rung

Auch als Rentner zahlen Sie regulär einen Beitrag von 3,05 Prozent zur Pflegeversicherung. Es sei denn, Sie haben keine Kinder. Dann müssen Sie einen Beitragszuschlag zahlen. Den Zuschlag zahlen Sie nicht, wenn Sie nachweisen, dass Sie Kinder haben bzw. hatten. Sind Sie vor dem 1. Januar 1940 geboren, zahlen Sie ebenfalls keinen Beitragszuschlag. Auch den Beitrag zur Pflegeversicherung hält Ihr Rentenversicherungsträger ein und leitet ihn an den Gesundheitsfonds weiter.

Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz - GVWG) wird der Beitragszuschlag für Kinderlose ab dem 1. Januar 2022 um 0,1 Beitragssatzpunkte erhöht. Bis zum 31. Dezember 2021 betrug der Beitragszuschlag 0,25 Prozent, seit dem 1. Januar 2022 ist für Kinderlose ein Zuschlag in Höhe von 0,35 Prozent zu zahlen.

Ih­re Aus­lands­ren­te

Sie bekommen eine Rente aus dem Ausland? Dann unterliegt diese der Beitragspflicht mit einem Beitragssatz von 8,1 Prozent (einschließlich des halben Zusatzbeitragssatzes von 0,8 Prozent). Die Beiträge aus der ausländischen Rente und alle sonstigen Beiträge zahlen Sie selbst

Ver­sor­gungs­be­zü­ge

Sie beziehen zum Beispiel eine Rente aus der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrente)? Dann wird auch diese bei Ihrer Beitragszahlung berücksichtigt. Bei inländischen Betriebsrenten behält die Zahlstelle der Versorgungsbezüge Ihren Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung (inklusive Zusatzbeitrag) ein.

Zu den Versorgungsbezügen gehören auch einmalige Kapitalabfindungen oder Kapitalleistungen wie beispielsweise Kapitalleistungen aus einer Direktversicherung, einer Kapitallebensversicherung und ggf. auch Leistungen aus einer befreienden Lebensversicherung. Sie haben eine Kapitalleistung ausgezahlt bekommen? Aus dieser Kapitalleistung sind ebenfalls Beiträge von Ihnen zu entrichten.

Hierbei wird der Auszahlungsbetrag auf zehn Jahre verteilt und bei der Beitragsberechnung längstens für 120 Monate berücksichtigt.

Erhalten Sie einen Versorgungsbezug aus dem Ausland? Dann sind auch hieraus Beiträge zu zahlen. Anders als bei den inländischen Versorgungsbezügen, müssen Sie hier die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung selber an die KNAPPSCHAFT zahlen.

Für alle Versorgungsbezüge beträgt der Beitragssatz für versicherungspflichtige Rentner 14,6 Prozent. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag von 1,6 Prozent.

Viele Informationen rund um das Thema Versorgungsbezüge finden Sie auf der Seite Versorgungsbezieher.

Wei­te­re Ein­künf­te

Sie sind selbstständig tätig und erzielen Arbeitseinkommen? Auch aus diesem Einkommen müssen Sie Beiträge entrichten. Die Beiträge werden vom allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag von 1,6 Prozent berechnet. Die daraus zu zahlenden Beiträge sind von Ihnen selbst an die KNAPPSCHAFT zu zahlen.

Las­sen Sie sich Ih­ren Bei­trag er­stat­ten

Rentner, die noch einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen zahlen Beiträge aus Arbeitsentgelt, Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen aus der Selbstständigkeit insgesamt bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt 2021 bei 58.050 Euro.

Zudem zahlen Sie aus Ihrer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für Sie gilt deswegen eine doppelte Beitragsbemessungsgrenze. Stellen Sie einen Antrag, damit wir für Sie prüfen können, ob Ihnen das Geld erstattet werden kann, das Sie zu viel gezahlt haben. Dieses Geld zahlen wir Ihnen zurück, wenn Sie im Vorjahr schon Mitglied der KNAPPSCHAFT waren.

Ab dem Jahr 2022 informieren die Krankenkassen ihre Mitglieder, wenn diese Beiträge insgesamt über der Beitragsbemessungsgrenze gezahlt haben.

Diese Information werden nach Eingang der Arbeitgebermeldung versandt, mit der die Einkünfte aus dem erzielten Arbeitsentgelt mitgeteilt werden. Mit diesem Schreiben, erhalten Sie dann auch das entsprechende Antragsformular.

Selbstverständlich erhalten Sie die entsprechenden Antragsvordrucke auch von Ihrer Dienststelle.

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Ohne lästigen Papierkram oder bürokratisches Tamtam.