Ein Praktikant arbeitet an der Werkbank einer Schlosserei.Ein Praktikant arbeitet an der Werkbank einer Schlosserei.Ein Praktikant arbeitet an der Werkbank einer Schlosserei.

Krankenversicherung als Praktikant. Funktioniert ganz einfach

Praktikum, kaum Kohle und jetzt auch noch für die Krankenversicherung zahlen? Das muss nicht sein. Denn bei der KNAPPSCHAFT sind Praktikanten unter 25 fast immer kostenfrei familienversichert.

Und wenn nicht gibt's da noch eine günstige Alternative: die Kranken- und Pflegeversicherung der Studenten. In dieser können auch Praktikanten Mitglied werden. Wie die Versicherung während des Praktikums geregelt ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Die KNAPPSCHAFT erklärt wie's geht. Einfach weiterlesen.

Diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle:

  • Al­ter

    Bis zum Ende des 24. Lebensjahres ist die Familienversicherung möglich. Danach kann auch für Praktikanten die studentische Krankenversicherung folgen.
  • Zeit­punkt

    Je nachdem, wann das Praktikum gemacht wird, gelten unterschiedliche Bedingungen. Außerdem kommt es darauf an, ob das Praktikum freiwillig oder verpflichtend ist.
  • Ver­gü­tung

    Mit dem Verdienst ändert sich auch die Höhe der Beiträge. Wird für das Praktikum keine Vergütung gezahlt, wie etwa beim Schülerpraktikum, besteht auch keine Versicherungspflicht.

Wor­auf es an­kommt: Mein Al­ter.

Bis ich 25 Jahre alt bin, kann ich kostenfrei Mitglied in der Familienversicherung der KNAPPSCHAFT sein. Ein Praktikum beeinflusst mein Versicherungsverhältnis nicht, solange ich mich noch in der Ausbildung oder im Studium befinde und die Einkommensgrenzen nicht überschreite.

Nach meinem 25. Geburtstag kann ich Mitglied in der Krankenversicherung der Studenten werden, wenn ich an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben bin. Ein Praktikum neben dem Studium ist auch hier möglich. Ich darf aber bei einem freiwilligen Zwischenpraktikum nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten, um meinen Studentenstatus zu erhalten. Alle Informationen gibt's unter Studenten.

Zeitpunkt und Art meines Praktikums.

Mache ich vor oder nach dem Studium ein Praktikum, bleibe ich familienversichert. Ich darf die Alters- und Einkommensgrenze aber nicht überschreiten.
Hat mein Studium schon begonnen und ich mache ein Praktikum, muss ich bestimmte Regeln beachten. Ein verpflichtendes Praktikum beeinflusst mein Versicherungsverhältnis nicht. Sogenannte Pflichtpraktika sind in der Regel unbezahlt und vorgeschrieben. Sie sind notwendig, um einen Abschluss zu erzielen.
Auch ein freiwilliges Praktikum beeinflusst mein Versicherungsverhältnis nicht. Vorausgesetzt ich überschreite nicht die Alters- und Einkommensgrenzen.

Meine Vergütung.

Je nachdem, um was für ein Praktikum es sich handelt und wie viel ich dabei verdiene, fallen auch meine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung unterschiedlich aus. Grundsätzlich zahlt der Arbeitgeber für mich den Beitrag, wenn ich ein verpflichtendes Praktikum mache und nichts oder maximal 325 Euro im Monat verdiene. Das heißt, ich muss keine eigenen Beiträge zahlen.
Verdiene ich etwa bei einem freiwilligen Praktikum maximal 450 Euro monatlich, zahlt der Arbeitgeber für mich einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung. Ich bin dann anderweitig abgesichert, zum Beispiel über die Familienversicherung oder die studentische Krankenversicherung.
Bei einer höheren Vergütung fallen für mich als Arbeitnehmer auch Beiträge an:

  • Verdiene ich monatlich von 450,01 bis 1.300 Euro, bin ich Midijobber.
  • Verdiene ich mehr als 1.300 Euro im Monat, bin ich "normaler" Arbeitnehmer.

Schon gewusst?

In bestimmten Fällen können sich versicherungspflichtige Praktikanten von ihrer Versicherungspflicht befreien lassen. In der Rentenversicherung geht das zum Beispiel, wenn das Praktikum freiwillig ist und in den Rahmen eines Minijobs fällt. In der Kranken- und Pflegeversicherung ist eine Befreiung nur bei einem Pflichtpraktikum möglich - unter bestimmten Voraussetzungen. Am besten informieren Sie sich im Voraus genau über Ihre Möglichkeiten. Die KNAPPSCHAFT unterstützt Sie dabei.

Für Eilige. Alle Fragen und Antworten auf einen Blick

Was kos­tet ei­ne Stu­den­ten-Kran­ken­ver­si­che­rung?

Studierende unter 25 Jahren sind kostenfrei familienversichert und zahlen somit nichts für ihre Versicherung. Studenten ab 25 Jahren sind in der Krankenversicherung der Studenten versichert. Sie zahlen einen reduzierten Beitrag in Höhe von 76,85 Euro. Dieser orientiert sich am BAföG-Bedarfssatz für Studenten, die nicht bei ihren Eltern wohnen. Hinzu kommt noch der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Bei der KNAPPSCHAFT liegt dieser aktuell bei 12,03 Euro. Außerdem ist noch der Beitrag für die Pflegeversicherung fällig. Hierfür zahlen Studenten unter 23 Jahren monatlich 22,94 Euro. Ab 23 Jahren beträgt dieser 24,82 Euro monatlich.

Wer zahlt die Kran­ken­kas­se-Bei­trä­ge wäh­rend des Stu­di­ums?

Studenten unter 25 Jahren haben Glück: Sie sind über ihre Eltern familienversichert und zahlen nichts. Ab 25 Jahren tragen Studierende die Kosten selbst. BAföG-Empfänger können jedoch einen Zuschuss von bis zu 109 Euro im Monat erhalten. Diesen müssen sie beim BAföG-Amt beantragen.

Wann en­det die Fa­mi­li­en­ver­si­che­rung?

Die Familienversicherung endet in der Regel am Tag vor dem 25. Geburtstag. Sie kann jedoch auch vorher enden, wenn das monatliche Einkommen regelmäßig über 470 Euro liegt. Auch wenn die wöchentliche Arbeitszeit regelmäßig mehr als 20 Stunden beträgt, sind Studenten nicht mehr familienversichert. Dann unterliegen Studenten der Versicherungspflicht und sind selbst Mitglied einer Krankenkasse.

Wie lan­ge greift die stu­den­ti­sche Kran­ken­ver­si­che­rung?

Bis zum Ende des Semesters, in dem der Student oder die Studentin 30 Jahre alt wird, greift die Krankenversicherung der Studenten. Danach sind Studierende freiwillig
krankenversichert und erhalten keine Kostenreduzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung mehr. Generell können Studenten in diesem Fall auch zu einer privaten Krankenversicherung wechseln. Verheiratete Studenten über 30 Jahre können jedoch weiterhin über den Ehepartner oder die Ehepartnerin familienversichert sein.

Was kos­tet die Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten ab 25?

Die Krankenversicherung der Studenten kostet 76,85 Euro monatlich. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse. Bei der KNAPPSCHAFT sind das 12,03 Euro im Monat. Das ergibt einen monatlichen Gesamtbeitrag von 88,88 Euro. Hinzu kommt noch der Beitrag für die Pflegeversicherung. Dieser beträgt für Studenten unter 23 Jahren 22,94 Euro im Monat. Ab 23 Jahren liegt er bei 24,82 Euro monatlich.

Wie viel darf man als fa­mi­li­en­ver­si­cher­ter Stu­dent ver­die­nen?

Als familienversicherter Student dürfen Sie monatliche Einnahmen von bis zu 470 Euro haben. Die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden darf hierbei jedoch nicht überschritten werden. In den Semesterferien dürfen Studenten auch mehr arbeiten. Solange nicht mehr als 26 Wochen im Kalenderjahr mehr als 20 Stunden gearbeitet wird, bleiben Studierende familienversichert.

Wel­che Kran­ken­kas­se ist die bes­te für Stu­den­ten?

Sie entscheiden natürlich, welche Krankenkasse die beste für Sie ist. Im Hinblick auf die Versicherungsart lässt sich jedoch sagen, dass besonders für Studenten bis 30 Jahren die gesetzliche Krankenversicherung optimal ist. Durch die Regelungen der „Krankenversicherung der Studenten“ ist der Beitragssatz besonders niedrig, da er sich am BAföG Bedarfssatz orientiert. Die Leistungen sind aber wie bei „normalen“ Versicherten genauso umfangreich. Zudem bieten gesetzliche Krankenkassen neben den regulären Leistungen verschiedene Zusatzleistungen an. Hier sollten Sie vor allem nach Ihren Bedürfnissen entscheiden: Wenn Sie gerne reisen, Sport machen und viel Wert auf zuverlässiges Expertenwissen und guten Service legen, sind Sie bei der KNAPPSCHAFT gut aufgehoben.

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