Midijobber. Mittlerer Verdienst, viele Vorteile

Wenn Sie regelmäßig monatlich zwischen 450,01 und 1.300 Euro verdienen, haben Sie einen Midijob. Sie sind dann im sogenannten Übergangsbereich zwischen Minijob und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Anders als im Minijob profitieren Sie von den Vorteilen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ihr Verdienst ist aber immer noch gering, deshalb werden Sie nicht mit hohen Beiträgen für die Sozialversicherung belastet. Den Löwenanteil trägt Ihr Arbeitgeber. Der Midijob-Rechner der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See verrät Ihnen, bei welchem Verdienst welche Beiträge fällig werden.

Büroangestellte auf Teilzeitbasis. Mit einem Verdienst von 645 Euro monatlich

Eine Frau steht mit verschränkten Armen in einem Großraumbüro.

Chris­ti­na (34) aus Ka­men

Seit ich vor drei Jahren Mutter geworden bin, arbeite ich als Teilzeitkraft. Glücklicherweise bin ich als "normale" Arbeitnehmerin krankenversichert. Allerdings ist mein Beitrag niedriger als der, den mein Arbeitgeber leistet.

Mi­di­job und Mi­ni­job

Neben Ihrem Midijob dürfen Sie eine geringfügig entlohnte Beschäftigung mit einem Verdienst bis 450 Euro ausüben, ohne dass sich dadurch der Beitrag zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung erhöht.

Übrigens: Wenn Sie keine Hauptbeschäftigung aber mehrere Minijobs haben und Ihr Gesamtverdienst zwischen 450,01 und 1.300 Euro liegt, gelten Sie auch als Midijobber.

Diese Personen sind keine Midijobber.

Bei einem Verdienst bis zu 1.300 Euro monatlich zählen ebenfalls nicht als Midijobber:

  • Auszubildende
  • Studenten im Pflichtpraktikum
  • Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr
  • Teilnehmer an dualen Studiengängen
  • Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst
  • Umschüler, die den zur Berufsausbildung Beschäftigten gleichgestellt sind

Voraussetzung hierfür ist, dass die Umschulung für einen anerkannten Ausbildungsberuf erfolgt und nach Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes durchgeführt wird.

  • Beschäftigte, für deren Beitragsberechnung fiktive Arbeitsentgelte zugrunde gelegt werden

Fiktive Arbeitsentgelte werden zum Beispiel zugrunde gelegt bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Oder bei Mitgliedern geistlicher Genossenschaften, Diakonissen und Angehörigen ähnlicher Gemeinschaften.

  • Arbeitnehmer in Kurzarbeit oder Wiedereingliederungsmaßnahmen
  • Personen, die neben ihrer Berufsausbildung oder dem Freiwilligendienst eine mehr als geringfügige Beschäftigung ausüben

Als Freiwilligendienst zählt die Teilnahme an einem freiwilligen sozialen beziehungsweise ökologischen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst.

Ich werde jetzt Mitglied.

Ohne lästigen Papierkram oder bürokratisches Tamtam.