KNAPPSCHAFT - Arbeitnehmer

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Ein Grafiker schaut sich Farbmuster in einem Katalog an.Ein Grafiker schaut sich Farbmuster in einem Katalog an.Ein Grafiker schaut sich Farbmuster in einem Katalog an.

Sicher versichert. Wer was übernimmt

Als Arbeitnehmer zahlen Sie nur die Hälfte des Beitrags zur Kranken- und Pflegeversicherung. Die andere Hälfte zahlt Ihr Arbeitgeber.

Gut zu wissen: Ihre familienversicherten Angehörigen sind bei der KNAPPSCHAFT kostenfrei mitversichert. Was Sie noch zahlen? Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die teilen Sie sich ebenfalls mit Ihrem Arbeitgeber.

Welche Beschäftigungsverhältnisse gibt es?

  • Aus­zu­bil­den­de

    Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst ist unerheblich. Bis zu 325 Euro übernimmt allerdings Ihr Arbeitgeber die Beiträge.
  • Voll-So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Ar­beit­neh­mer

    Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst liegt über 850 Euro. Sie leisten den regulären Beitrag.
  • Mi­ni­job­ber

    Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst liegt bei maximal 450 Euro. Sie zahlen für diese Beschäftigung keine eigenen Beiträge.
  • Mi­di­job­ber

    Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst liegt mindestens bei 450,01 und maximal bei 850 Euro. Sie leisten einen geringeren Beitrag als "normale" Arbeitnehmer.
  • Ar­beit­neh­mer über der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze

    Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst liegt über 4.950 Euro. Sie sind nicht selbstständig und leisten den regulären Beitrag.

Ak­tu­el­le Bei­trags­sät­ze.

Krankenversicherung
Prozent
Allgemeiner Beitragssatz (inklusive Zusatzbeitrag)15,7 %
Ermäßigter Beitragssatz (inklusive Zusatzbeitrag)15,1 %
Zusatzbeitrag der KNAPPSCHAFT1,1 %
Pflegeversicherung
Beitragssatz (ohne Beitragszuschlag)3,05 %
Beitragssatz (inklusive Beitragszuschlag)3,30 %*

*Von Mitgliedern, die über 23 Jahre alt sind und keine Kinder haben oder hatten, wird ein Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 Prozent erhoben. Mitglieder, die vor dem 1. Januar 1940 geboren wurden, zahlen keinen Beitragszuschlag.


Renten- und Arbeitslosenversicherung
Prozent
Rentenversicherung18,6 %
Arbeitslosenversicherung2,5 %

Alle Informationen. Für Arbeitnehmer

Aus­zu­bil­den­de

Azubis zahlen den allgemeinen Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung - das sind inklusive Zusatzbeitrag 15,7 Prozent. Ist die Vergütung geringer als 325 Euro monatlich, übernimmt der Arbeitgeber den Beitrag komplett. Ansonsten teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge.

Ausführliche Informationen gibt's unter Azubis.

Mi­ni­job­ber

In der Rentenversicherung unterliegen Minijobber grundsätzlich der Versicherungspflicht. Versicherungsfreiheit besteht dagegen in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Durch einen 450-Euro-Minijob haben Sie also keinen Versicherungsschutz, sind in der Regel aber trotzdem versichert. Zum Beispiel als Student in der Familienversicherung der Eltern, dann zahlen Sie selbst keine Beiträge.

Ausführliche Informationen gibt's unter Minijobber.

Mi­di­job­ber

Wenn Sie monatlich über 450 Euro verdienen, aber nicht mehr als 850 Euro, sind Sie ganz normal als Arbeitnehmer versichert. Ihr Beitrag ist aber niedriger als der Arbeitgeberbeitrag. Sie werden finanziell entlastet, weil Ihr Einkommen geringer ist als das normaler Arbeitnehmer.

Ausführliche Informationen gibt's unter Midijobber.

Voll-So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Ar­beit­neh­mer

Sie verdienen im Monat mehr als 850 Euro und sind als Arbeitnehmer ganz normal versichert. Ihr Chef und Sie bringen die Beiträge gemeinsam auf. Der allgemeine Beitragssatz der KNAPPSCHAFT beträgt 15,7 Prozent (14,6 Prozent plus 1,1 Prozent Zusatzbeitrag). Der Arbeitgeber übernimmt davon die Hälfte. Sie zahlen also nur 7,85 Prozent.

Ar­beit­neh­mer über der Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze

Ihr regelmäßiger Bruttoverdienst ist höher als 5.062,50 Euro monatlich. Weil Sie damit über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegen, endet Ihre Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Allerdings nur dann, wenn Sie die Grenze für mindestens ein Jahr überschreiten. Der Gesetzgeber spricht hier auch vom Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Das heißt, innerhalb eines Jahres dürfen Sie 2019 maximal 60.750 Euro (brutto) verdienen. Sonst endet Ihre Versicherungspflicht.

Sie können aber trotzdem bei der KNAPPSCHAFT bleiben. Dann sind Sie weiterhin gesetzlich krankenversichert, allerdings als freiwilliges Mitglied. Alternativ ist eine private Krankenversicherung möglich. Das kann aber ziemlich teuer werden. Und Sie müssen für jeden mitversicherten Angehörigen extra zahlen. Eine kostenlose Familienversicherung - so wie bei der KNAPPSCHAFT - gibt es da nicht.

Hier gibt's ausführliche Informationen zur freiwilligen Mitgliedschaft.

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