KNAPPSCHAFT - Organspende: Nach dem Tod Leben retten

So geht Leben retten. Mit Organ- und Gewebespenden.So geht Leben retten. Mit Organ- und Gewebespenden.So geht Leben retten. Mit Organ- und Gewebespenden.

So geht Leben retten. Mit Organ- und Gewebespenden

Seit 2012 gibt es das Transplantationsgesetz. Wichtig dabei: Kontrolle im Zusammenhang mit Transplantationen sind seitdem schärfer und Krankenkassen informieren Versicherte besser über Organspenden. Außerdem wurde die leistungs- und versicherungsrechtliche Absicherung für Lebendorganspender verbessert.

Trotzdem waren viele Menschen noch verunsichert. Deswegen gibt es seit 2013 neue Änderungen im Transplantationsgesetz: um Transparenz und Sicherheit für Organspender zu schaffen. Neu ist, dass das Manipulieren von Wartelisten bestraft wird. So werden gesetzliche Bestimmungen eingehalten.

Mit Inkrafttreten des Transplantationsregistergesetzes am 1. November 2016 haben sich nochmals Anpassungen ergeben: Daten von Spendern und Empfängern werden zusammengeführt, damit neue Erkenntnisse gewonnen werden können. So wird die transplantationsmedizinische Versorgung kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt.

Die KNAPPSCHAFT klärt auf

In Deutschland gibt es viele kranke Menschen. Aber nicht genug Organspender. Am 1. Januar 2017 warteten ca. 15.000 Menschen auf eine Organspende - während 2016 nur 857 Spender bundesweit registriert waren. (Quelle: DSO/ET).

In unserem Kundenmagazin "tag" klären wir Sie auf. Hier finden Sie alle 2 Jahre die notwendigen Informationen zum Thema Organspende. Das Magazin bekommen alle Versicherten über 16. So erhalten Sie auch direkt Ihren neuen Organspendeausweis. Sie haben die Wahl.

Organspende. Alles, was ich wissen muss

Sie haben Fragen. Wir geben Antworten

So funktioniert der Gesetzesdschungel

Seit 2012 gibt es das Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz.

Das Gesetz sieht vor, dass Krankenkassen ihre Versicherten alle zwei Jahre vor allem über diese Themen aufklären:

  • die Möglichkeiten der Organspende
  • die Voraussetzungen der Organ- und Gewebeentnahme bei toten Spendern einschließlich der Bedeutung einer zu Lebzeiten abgegebenen Spendeerklärung
  • das Verhältnis von Organspendeerklärung und Patientenverfügung
  • die Rechtsfolgen einer unterlassenen Erklärung im Hinblick auf das Entscheidungsrecht der Angehörigen
  • die Bedeutung einer Organ- und Gewebeübertragung im Hinblick auf den möglichen Nutzen, den sie für kranke Menschen hat.

Durch unsere Informationskampagne haben wir die Erwartungen des Gesetzgebers eindeutig erfüllt. Jeder Versicherte der KNAPPSCHAFT über 16 bekommt eine Informationsbroschüre zum Thema "Organspende". Die Broschüre enthält auch einen Organspendeausweis. Sie haben Fragen? Unser kostenfreier Servicedienst spricht gerne mit Ihnen.

Ihr Wille zählt

In Deutschland gibt es zu wenige Organspender. Das ist ein Problem, denn es gibt viele kranke Menschen. Krankenkassen sind deswegen verpflichtet, ihre Kunde über Organspende aufzuklären. Das machen wir natürlich gerne. Sie bekommen genug Informationsmaterial, damit Sie eine Entscheidung treffen können. Im Organspendeausweis halten Sie Ihre Wahl dann fest. Sie brauchen sich natürlich nicht zu entscheiden. Im Todesfall werden dann nahe Angehörige nach einer Entscheidung befragt. In dieser ohnehin schon schwierigen Situation kann eine solche Entscheidung Ihre Liebsten allerdings zusätzlich hilflos machen.

Ihr Wille zählt. Setzen Sie sich deswegen mit dem Thema Organspende auseinander. Dokumentieren Sie Ihre Wahl im Organspendeausweis - oder sagen Sie Ihren nahen Angehörigen, wie Sie sich entschieden haben.

Eine Spende fürs Leben

Bei einer Transplantation bekommen schwer kranke Menschen geeignete Organe und Gewebe. Damit diese Menschen so normal wie möglich weiterleben können.

Es gibt zwei Arten von Organ- und Gewebespende: die postmortale Spende und die Lebendspende. Das ist im Organspendeausweis vermerkt. Die Spende nach dem Tod ist dabei besonders wichtig.

Die Medizin ist so fortschrittlich, dass schon unterschiedlichste Organe und Gewebe transplantiert werden können. Organspenden sind allerdings wichtiger als Gewebespenden.

Diese Organe lassen sich spenden

Bei postmortalen Spenden kommen diese Organe in Betracht: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm und Teile der Haut. Wussten Sie, dass nicht immer ein komplettes Organ gespendet wird? Manchmal ist auch die Kombination von Spenderorgan und Teiltransplantation möglich.

Bei Lebendspenden können Spender in Deutschland eine Niere oder einen Teil der Leber verschenken.

Was ein Organempfänger mitbringen muss? Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger müssen übereinstimmen, das nennt man Verträglichkeit. Je höher die Verträglichkeit, desto besser ist die Prognose für das lange Überleben des Transplantats.

Was ist eine Gewebespende?

Gewebespenden werden gebraucht, um zu transplantieren.

Nach dem Tod lässt sich dieses Gewebe spenden: Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen, und Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, der Haut, des Knochengewebes, des Knorpelgewebes und der Sehnen.

Welche Vorraussetzungen gibt es für die Spende nach dem Tod?

Es gibt ganz klare Voraussetzungen, für eine postmortale Spende. Die sind für jeden gleich und werden ganz objektiv geprüft.

  • der Hirntod wurde festgestellt
  • die Zustimmung zu Organ- und Gewebespende liegen vor
  • der potenzielle Spender darf keine akute oder chronische Erkrankung haben
  • die Funktionsfähigkeit der Spenderorgane wurde vom Arzt attestiert

Was bedeutet hirntot? Und wie wird es festgestellt?

Eine Organ- oder Gewebespende ist nur zulässig, wenn der Hirntod ohne Zweifel festgestellt wurde. Das ist gesetzlich geregelt (§ 3 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 Transplantationsgesetz, TPG).

Aber was genau ist der Hirntod? Es ist der endgültige Ausfall aller Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Für die Feststellung gibt es genaue Regeln und Vorschriften. Für diese Regeln ist die Bundesärztekammer verantwortlich. Zwei Ärzte müssen den Patienten deswegen unabhängig voneinander untersuchen und den Hirntod feststellen. Um einen Interessenkonflikt zu vermeiden, dürfen diese Ärzte nicht selbst an der Organ- und Gewebeentnahme oder der Transplantation beteiligt sein.

Mit eingetretenem Hirntod ist ein Mensch naturwissenschaftlich-medizinisch tot.

Nach dem Tod eines Spenders ist es möglich, seine Organe in ihrer Funktion zu erhalten. Damit sie anschließend einem Menschen das Leben retten.

Wie stimmt man einer Organ- und Gewebespende zu?

Die Entscheidung, ob Sie Organe und Gewebe spenden möchten, dokumentieren Sie schriftlich. Im besten Fall im Organspendeausweis. Oder Sie erzählen Ihren nahen Angehörigen von Ihrer Entscheidung.

Falls Sie Ihre Entscheidung nicht festgehalten haben, müssen Ihre Angehörigen im Todesfall für Sie entscheiden.

Kann jeder Mensch Spender werden?

Das kalendarische Alter eines Spenders ist nicht entscheidend. Wichtiger ist das biologische Alter. Das bedeutet, dass der Gesundheitszustand seiner Organe zählt.

Sie haben Angst vor einer Untersuchung zu Lebzeiten? Keine Sorge, das ist weder nötig noch sinnvoll.

Wer nicht als Spender infrage kommt: Menschen mit akuter oder chronischer Krankheit, die die Organe angreift. Das sind zum Beispiel Tumorerkrankungen oder ein positiver HIV Befund.

Was ist eine Lebendspende?

Eine Lebendspende ist die Transplantation eines Organs von einem lebendigen Menschen. Sie wird nur angewendet, wenn keine postmortale Spende vorliegt.

Wann sind Lebendspenden sinnvoll?

Lebendspenden werden nur in Anspruch genommen, wenn ein kranker Mensch eine Transplantation braucht und keine postmortale Spende vorliegt. Die Lebendspende ist ein Eingriff am gesunden Menschen. Wie jede Operation ist auch diese nicht ohne Risiko. Deswegen werden postmortale Spenden immer vorgezogen.

Ihr Service der KNAPPSCHAFT

Zum Hörer greifen und Fragen zum Thema Organspende stellen:
08000 200 501 (kostenfrei)
Montag bis Freitag von 8.00 – 19.00 Uhr

Oder per E-Mail an: organspendeinfo@knappschaft.de

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