Radfahrer bei einer Pause am Kanal.Radfahrer bei einer Pause am Kanal.Radfahrer bei einer Pause am Kanal.

Bewegung tut gut. Aktivität im Alltag macht fit

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Sie wollen mehr für Ihre Gesundheit tun? Regelmäßige Bewegung hilft. Insbesondere Radfahren ist eine super Möglichkeit, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen. Aber auch ein Spaziergang und andere leichte Aktivitäten steigern das allgemeine Wohlbefinden und wirken gegen Stress. Tägliche Bewegung kurbelt zudem den Stoffwechsel und den Kalorienverbrauch an. So werden Sie nachhaltig fit. Mit unseren Tipps machen Sie Bewegung einfach zu einer guten Gewohnheit.

Wöchentlich mindestens 150 Minuten moderate Bewegung oder 75 Minuten Sport empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation für Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Haus- und Gartenarbeit zählt ebenso als Bewegung wie Spaziergänge und Radfahren. Natürlich können Sie Aktivitäten mit verschiedenen Intensitäten kombinieren, eine Bewegungseinheit sollte aber mindestens 10 Minuten umfassen.

Warum ist Bewegung gesund?

Warum Bewegung so gesund ist? Sie wirkt auf den ganzen Körper! Wir haben zehn gute Gründe für ein Leben mit Bewegung zusammengefasst.

  1. Bewegung stimuliert die Ausschüttung von Glückshormonen und baut zugleich Stresshormone wie Cortisol ab. Das fördert unter anderem einen guten Schlaf.
  2. Bewegung regt die Durchblutung an. Der Herzmuskel und viele andere Organe bekommen mehr Sauerstoff und mehr Nährstoffe.
  3. Bewegung verbessert Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Das werden Sie schnell bemerken. Schon mit ein bisschen Training kommen Sie seltener aus der Puste.
  4. Bewegung reguliert den Blutdruck und reduziert damit zum Beispiel das Risiko eines Herzinfarkts.
  5. Bei Bewegung entsteht in unseren Muskeln Laktat, eine Form der Milchsäure. Diese brauchen unsere Nervenzellen im Gehirn, um richtig zu funktionieren.
  6. Bewegung stärkt das Immunsystem. Die Anzahl und die Aktivität körpereigener Abwehrzellen zur Bekämpfung von Viren, Bakterien oder Krebszellen werden höher.
  7. Bewegung aktiviert den Stoffwechsel im Knochen: Eine bessere Mineralstoffversorgung macht Knochen belastbarer und elastischer.
  8. Bewegung kräftigt die Stütz- und Bewegungsmuskulatur und beugt Verspannungen vor.
  9. Bewegung macht schlank. Je intensiver die Belastung und je mehr Muskulatur beteiligt ist, desto mehr Energie – sprich Kalorien – verbraucht unser Körper.
  10. Bewegung steigert den Grundumsatz und die Ausscheidung von Abfallprodukten des Stoffwechsels. Auch die Blutfettwerte sinken, zum Beispiel der Cholesterin-Spiegel.
Welche Sportart ist die richtige für mich?

Damit Sie sich besser und gesünder fühlen, müssen Sie weder stundenlang noch hart trainieren. Ganz im Gegenteil: Sport und Bewegung funktionieren nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“, sondern helfen besser in kleinen, aber regelmäßigen Einheiten. Vor allem moderate Ausdaueraktivitäten wie Radfahren, aber auch flottes Spazieren, Walken, Joggen oder Schwimmen sind ideal geeignet, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Wichtig ist nur, dass Bewegung auch Spaß macht. Dann ist jede körperliche Aktivität mit einem gesundheitlichen Nutzen verbunden. Wer lange Zeit inaktiv war, tut seinem Körper schon mit leichter Bewegung etwas Gutes. Wir zeigen Ihnen, welche drei Sportarten für Einsteiger geeignet sind.

Die Top 3 für mehr Bewegung

Rad­fah­ren

Schon zehn Minuten Radfahren pro Tag stärken die Muskeln, fördern die Durchblutung und regen Herz und Kreislauf an. Mit 30 Minuten pro Tag werden Sie richtig fit. Dabei ist Radfahren sehr einfach und kann als Sportart gut in den Alltag integriert werden. Nutzen Sie einfach mal öfter das Fahrrad statt Auto oder Bus und Bahn. Gerade im Stadtverkehr sind Sie mit dem Rad flexibler und häufig sogar viel schneller unterwegs. So bewegen Sie sich und brauchen dafür nicht einmal zusätzliche Zeit einzuplanen.

Ge­hen und Lau­fen

Ein Spaziergang ist sicher die einfachste Art, sich zu bewegen – und empfiehlt sich als sanfter Wiedereinstieg nach einer längeren Bewegungspause. Auch im Alltag ist ein Spaziergang gut machbar. Bei Kurzstrecken einfach mal das Auto stehen lassen oder bei Busfahrten ein, zwei Haltestellen früher aussteigen. Wer lieber schneller unterwegs ist, geht walken oder joggen. Hier allerdings sind Sportkleidung und gutes Schuhwerk zur Entlastung von Fuß- und Kniegelenken ein Muss.

Schwim­men und Was­ser­gym­nas­tik

Schwimmen ist echtes Ganz-Körper-Training. Hier werden verschiedene Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht. Die Oberkörpermuskulatur wird ebenso wie die Beinmuskulatur trainiert. Wer mehr tun will, probiert’s mit Wassergymnastik. Dabei entlastet der Wasserauftrieb die Gelenke um bis zu 90 Prozent – im Vergleich zum Sport an Land. Schwimmen und Wassergymnastik gelten daher auch als verletzungsarme Sportarten und sind damit ideal für Bewegungseinsteiger. Allerdings braucht der Besuch im Schwimmbad immer ein besonderes Zeitfenster.

Mit Be­we­gung Krank­hei­ten vor­beu­gen

Der menschliche Körper muss bewegt werden. Ohne Bewegung können sich Skelett, Muskeln und innere Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Bewegungsmangel gilt deshalb als Risikofaktor für viele Krankheiten. Mit Bewegung können Sie zum Beispiel diesen Erkrankungen vorbeugen:

Rücken­schmer­zen

Durch Bewegungsmangel schrumpfen die Muskeln, welche die Wirbelsäule stützen. Bänder lockern sich und können den Rücken nicht mehr stabilisieren. Das kann sogar zum Bandscheibenvorfall führen. Regelmäßige Bewegung dagegen balanciert den Körper aus, stärkt die Muskulatur und entlastet die Bandscheiben.

Blut­hoch­druck

Durch mangelnde Bewegung können Blutgefäße versteifen. Lässt die Elastizität der Blutgefäße nach, steigt der Blutdruck in den Blutbahnen an. Bewegungsmangel führt zudem sehr oft zu Übergewicht. Auch das ist ein Faktor, der Bluthochdruck begünstigt. Zehn Minuten zügiges Spazierengehen täglich können dagegen schon helfen.

Dia­be­tes

Bewegungsmangel führt dazu, dass die Zellen immer schlechter auf das Insulin ansprechen. Bewegung verbessert die Empfindlichkeit der Körpergewebe für das Stoffwechselhormon Insulin, das die Aufnahme von Zucker in die Zellen und damit deren Energieversorgung steuert.

Ko­ro­na­re Herz­krank­hei­ten

Fehlt die Bewegung, verengen oder verschließen sich die Herzkranzgefäße durch Fetteinlagerungen und Verkalkungen. Der Herzmuskel wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Das verringert die körperliche Leistungsfähigkeit und kann zum Herzinfarkt führen.

Os­teo­po­ro­se

Osteoporose ist eine Krankheit, bei der die Knochendichte abnimmt. Durch Bewegung werden Reize ausgeübt, die den Knochenstoffwechsel anregen. Die Knochen werden kräftiger und widerstandsfähiger.