Language

Not­fall­do­sen hel­fen Ret­tungs­kräf­ten

Wenn jemand unerwartet in Not gerät und Hilfe eines Arztes benötigt, müssen Angehörige schnell Informationen über die eingenommenen Medikamente und den allgemeinen Zustand des Patienten parat haben. Bei alleinlebenden Menschen ist es für Helfer wiederum schwerer, an diese Informationen zu gelangen. Um langwierige Telefonate mit Angehörigen gar nicht erst notwendig zu machen, ist die Notfalldose die Lösung. Alle wichtigen Dokumente für den Notfall sind darin und die Notfalldose steht, für Rettungskräfte gut erreichbar, im Kühlschrank der betreffenden Personen. So werden Fehlmedikationen oder Komplikationen durch Unverträglichkeiten nahezu ausgeschlossen

Immer mehr ältere Menschen leben dieser Tage allein. Viele Menschen wollen ihren Lebensabend lieber in den eigenen vier Wänden verbringen und nicht im Pflegeheim. Falls dann ein Unfall passiert oder ein medizinischer Notfall auftritt, ist die Versorgung deutlich erschwert.

Die Deutsche Rheuma-Liga Saar e.V. will die Ausstattung mit Notfalldosen in den Haushalten im Saarland voran bringen. Ihr Vertreter Hans Joachim Lei überreichte heute an den Saarbrücker Regionalverbandsdirektor Peter Gillo 250 Notfalldosen zur Verteilung an ältere, alleinstehende Menschen im Regionalverband. In der Notfalldose enthalten sind ein Informationsblatt zum Eintragen der notfallrelevanten Daten sowie zwei Aufkleber. Diese werden an der Haustür und an der Kühlschranktür angebracht und lotsen so die Retter zu den Informationen. Hintergrund: Der Kühlschrank ist der einzige Schrank, den Rettungskräfte in der fremden Wohnung öffnen dürfen ohne rechtliche Konsequenzen zu riskieren.

Finanziell unterstützt wird das Projekt der Deutschen Rheuma-Liga Saar durch das Saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, sowie durch die  KNAPPSCHAFT.

„Als Krankenversicherung sind wir an der bestmöglichen Versorgung der Gesellschaft interessiert. Die Notfalldose, die die Deutsche Rheuma-Liga Saar nun in die Haushalte bringt, ist eine hervorragende Möglichkeit, die Rettungskräfte optimal mit Informationen über ihre Patienten zu versorgen“, begründet Armin Beck, Leiter der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT in Saarbrücken das Engagement. „Die Sicherheit der Gesundheit aller allein zu Hause wohnenden Betroffenen wird somit um ein gutes Stück verbessert“, so Beck weiter.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann: „Im Notfall geht es um wichtige Minuten. Vor allem für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Rettungskräfte. Die Notfalldose kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten, um den Patienten schnell und bedarfsgerecht helfen zu können. Daher danke ich der Deutschen Rheuma-Liga Saar e.V. für ihre Initiative, die Notfalldose in die saarländischen Haushalte zu bringen.“

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Ich bedanke mich sehr bei der Deutschen Rheuma-Liga Saar, der KNAPPSCHAFT und dem Ministerium für das Bereitstellen der 250 Notfalldosen. Diese werden wir über die Pflegestützpunkte und Seniorenberatung bei Hausbesuchen kostenlos verteilen. Die Funktion der Notfalldosen ist noch nicht jedem ein Begriff. Gerne tragen wir ein Stück dazu bei, den Bekanntheitsgrad zu steigern.“