Navigation und Service


Beiträge

Krankenversicherung

Das wesentliche Merkmal der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Solidarausgleich. Das heißt, die Beiträge für den Krankenversicherungsschutz richten sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitglieds. Sie werden unter Berücksichtigung der beitragspflichtigen Einnahmen (höchstens der Beitragsbemessungsgrenze) und des von der Bundesregierung festgelegten Beitragssatzes errechnet. Grundsätzlich zahlt das Mitglied die Beiträge allein.

Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand spielen bei der Berechnung der Beiträge keine Rolle. Der Anspruch auf unsere Leistungen ist unabhängig von der Höhe der gezahlten Beiträge.

Mit Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 wurde die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung grundlegend verändert. Der bis zum 31. Dezember 2008 separate Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent ist seit dem 1. Januar 2009 Bestandteil des allgemeinen und des ermäßigten Beitragssatzes. Für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland gilt seitdem der gleiche allgemeine oder ermäßigte Beitragssatz zur Krankenversicherung. Die Beitragstragung ist jedoch unverändert geblieben.

Die von der Bundesregierung festgelegten Beitragssätze zur Krankenversicherung wurden ab 1. Januar 2011 jeweils um 0,6 Beitragssatzpunkte erhöht.

Ab dem 1. Januar 2011 beträgt der für alle Krankenkassen maßgebliche

  • allgemeine Beitragssatz 15,5 %

und der

  • ermäßigte Beitragssatz 14,9 %.

Danach ergibt sich aus Arbeitsentgelt und aus Rente der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeitnehmer und Rentner einerseits und Arbeitgeber bzw. Rentenversicherungsträger andererseits folgende Beitragstragung:

allgemeiner Beitragssatz15,5 %
Arbeitgeber/Rentenversicherungsträger7,3 %
Arbeitnehmer/Rentner (7,3 % plus 0,9 %)8,2 %

Sofern eine ausländische gesetzliche Rente bezogen wird, unterliegt diese seit dem 1. Juli 2011 mit einem Beitragssatz in Höhe von 8,2 Prozent der Beitragspflicht.

Die Beiträge aus der ausländischen Rente und alle sonstigen Beiträge trägt der Versicherte allein.

Pflegeversicherung

Die Beiträge zur Pflegeversicherung aus Arbeitsentgelt werden im Regelfall zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Rentner zahlen die Beiträge zur Pflegeversicherung aus der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung allein.

Der allgemeine Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung beträgt ab 1. Januar 2013 2,05 Prozent.

Personen, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 Prozent, wenn die Elterneigenschaft nicht nachgewiesen ist. In diesen Fällen beträgt der Beitragssatz dann insgesamt 2,30 Prozent. Vor dem 1. Januar 1940 geborene Mitglieder zahlen keinen Beitragszuschlag.


Diese Seite:

© Knappschaft